A 64 bei Trier nach schwerem LKW-Unfall wieder frei - Fast 200 Rettungskräfte im Einsatz (Update/Fotos/Video)

A 64 bei Trier nach schwerem LKW-Unfall wieder frei - Fast 200 Rettungskräfte im Einsatz (Update/Fotos/Video)

Nach dem schweren Unfall mit einem Gefahrgutlaster und einem weiteren Sattelschlepper war die A 64 zwischen Wasserbillig und Trier bis in die Nacht gesperrt. Seit dem frühen Morgen fließt der Verkehr wieder, die Aufräumarbeiten dauern noch an.


Update 9.30 Uhr: Die A 64 ist wieder in beiden Richtungen komplett frei für den Verkehr. Die Bergungsarbeiten sind nach Angaben der Polizei abgeschlossen.

Update 8 Uhr: Bei dem Unfall sind nach Einschätzung der Polizei insgesamt etwa 20 Liter Pestizid ausgelaufen, die durch den Gefahrstoffzug der Feuerwehr Trier-Saarburg gebunden wurden.

Der 52-jährige Fahrer des Gefahrguttransporters erlitt bei dem Unfall Beinverletzungen, der 34-jährige Fahrer des anderen Sattelzugs wurde leicht verletzt und konnte nach kurzer Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 100.000 Euro.

Nach dem Unfall waren insgesamt rund 195 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rettungsdiensten, Polizei, THW und Autobahnmeisterei vor Ort.

Update 7.10 Uhr: Die Beseitigung des Pflanzenschutzmittels und die Bergungsarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden.

Der Verkehr in Richtung Luxemburg läuft nach Polizeiangaben seit 5.45 Uhr wieder reibungslos. Seit 6.45 Uhr ist auch die Fahrtrichtung Trier auf einem Fahrstreifen wieder freigegeben. Die Bergungsarbeiten dauern teilweise noch an.

Update 0.20 Uhr: Nach Angaben der Autobahnpolizei Schweich bleibt die Strecke weiterhin gesperrt, die Unfallfahrzeuge sind noch nicht geborgen. Der Verkehr wird an den Anschlussstellen abgeleitet. Autofahrer sollten weiter den Bereich weiträumig umfahren.

Gefahren für die Bevölkerung seien nicht zu befürchten. Nur bei unmittelbarem und ungeschütztem Kontakt sei das ausgetretene Mittel, das auch leicht entflammbar ist, gefährlich.

Die Unfallursache sei vermutlich gewesen, das wegen eines technischen Defektes die Bremsen des voranfahrenden Sattelschleppers blockiert hätten. Wegen der unvermittelten Vollbremsung des Vordermanns, habe der Fahrer des nachfolgenden Gefahrguttransporters nicht mehr rechtzeitig bremsen können, so dass es dann zum Auffahrunfall gekommen sei. Durch die Wucht des Zusammenstoßes seien dann Teile der Ladung des Gefahrguttransporters, mit Pestiziden gefüllte Kanister, so stark beschädigt worden, dass sie leckschlugen und eine bis zum späten Abend noch nicht bekannte Menge des zwischenzeitlich bekannten Gefahrgutes auslief.

Der Gefahrstoffzug der Feuerwehr Trier-Saarburg rückte aus und übernahm die Sicherung der Unfallstelle und kümmert sich um das Auffangen des austretenden Pestizids.

Gefahren für die Bevölkerung sind nicht zu befürchten. Für Menschen ist das Zeug nur gefährlich bei ungeschütztem unmittelbarem Kontakt.

— Polizei Trier (@PolizeiTrier) 4. Juli 2017Update 22.50 Uhr: Wie die Autobahnpolizei auf Anfrage mitteilte, wurde inzwischen auch damit begonnen, die Autofahrer, die zwischen Grenzübergang und der Unfallstelle in Fahrtrichtung Trier im Stau standen, zurückzuführen, damit sie die Autobahn bei Wasserbillig verlassen können.

Update 22.40 Uhr: Nach Angaben der Autobahnpolizei Schweich dauert die Vollsperrung noch mindestens bis 0.30 Uhr. Die Arbeiten seien noch im Gange.

Aus dem mit Gebinden beladenen Gefahrguttransporter sei nach der Kollision ein inzwischen bekanntes Pflanzenschutzmittel ausgetreten, allerdings nicht in großer Menge. Gefahr für die weitere Umgebung habe nicht bestanden, für den unmittelbaren Bereich an der Unfallstelle jedoch schon.

Die beiden LKW-Fahrer seien leicht verletzt ins Krankenhaus gekommen.

Der Hergang des Unfalls, bei dem ein Sattelschlepper auf den Gefahrguttransporter auffuhr, sei noch unklar.

Update 21.30 Uhr: Autofahrer sollten das Gebiet weiträumig umfahren. Wer bereits im Stau steht, sollte vorsichtshalber die Fenster schließen, die Lüftung abstellen und keine brennenden Gegenstände wegwerfen, hieß es im Verkehrsfunk.

Autobahn in beiden Richtungen komplett gesperrt

Wie die Trierer Polizei am Abend auf Anfrage von volksfreund.de mitteilte, ist die Autobahn zwischen Trier und Luxemburg momentan komplett gesperrt.

Nach ersten Informationen kam es gegen 20.20 Uhr aus noch ungeklärter Ursache zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Sattelschleppern, die von Luxemburg aus in Richtung Trier unterwegs waren. Einer der LKW hat nach Polizeiinformationen ein bisher unbekanntes, leicht entflammbares Pestizid geladen, das teilweise ausgelaufen sei - wieviel wisse man noch nicht, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Mehrere Feuerwehren sind vor Ort, darunter auch Gefahrstoffzüge.
Bitte A 64 weiträumig umfahren. Anweisungen der Polizei folgen und von Unfallstelle fern halten. Leicht entflammbare Pestizide ausgelaufen.

— Polizei Trier (@PolizeiTrier) 4. Juli 2017
Achtung Unfall. A 64 zwischen Grenze
Luxemburg und AS Trier in beiden Rtg. Vollsperrung nach LKW-Unfall mit Gefahrgut. #PolizeiTrier

Foto: Florian Blaes

— Polizei Trier (@PolizeiTrier) 4. Juli 2017 Nach TV-Informationen wurden beide LKW-Fahrer verletzt. Die Autobahn ist in beiden Fahrtrichtungen zwischen Sauertalbrücke und Anschlussstelle Trier komplett gesperrt. Der Verkehr staute sich zurück bis zum Grenzübergang.