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A-nders: Flecki, Balkon-Ente, Trevereh: Tiere im Mittelpunkt

A-nders: Flecki, Balkon-Ente, Trevereh: Tiere im Mittelpunkt

Den Mischlingsrüden Flecki kennt mittlerweile vermutlich jeder in der Region Trier. Und sogar deutlich darüber hinaus. Seine Geschichte war bundesweit in den Nachrichten zu hören, in Zeitungen zu lesen, Fernseh- und Radiosender überboten sich an Berichterstattung. Flecki ist aber bei weitem nicht das einzige Tier aus der Region Trier, das in den vergangenen Jahren unter großer Medienbeteiligung auf sich aufmerksam machte.

 Ausbebüxt: Das Leserfoto eines rätselhaften weißen Tieres ist der Ursprung einer Tiergeschichte im Konzer Tälchen, die Anfang dieses Jahres für Aufsehen sorgte. Das Foto zeigte einen weißen Damhirsch, der wohl aus einem Gatter ausgebrochen ist. Die Kreisverwaltung erklärte, dass das Tier und seine Artgenossen zum Abschuss freigegeben seien. Tierschützer und Karnevalisten protestierten für den Hirsch, bis die Jäger der benachbarten Reviere öffentlich auf eine Bejagung verzichteten. cmk/Foto: TV-Archiv/Jupp Lenz
Ausbebüxt: Das Leserfoto eines rätselhaften weißen Tieres ist der Ursprung einer Tiergeschichte im Konzer Tälchen, die Anfang dieses Jahres für Aufsehen sorgte. Das Foto zeigte einen weißen Damhirsch, der wohl aus einem Gatter ausgebrochen ist. Die Kreisverwaltung erklärte, dass das Tier und seine Artgenossen zum Abschuss freigegeben seien. Tierschützer und Karnevalisten protestierten für den Hirsch, bis die Jäger der benachbarten Reviere öffentlich auf eine Bejagung verzichteten. cmk/Foto: TV-Archiv/Jupp Lenz
 Verirrt: Ein Reh verirrte sich kurz vor Ostern 2014 in Trier. An der Südallee verursachte es einen Unfall, wurde über mehrere Tage hinweg von Autofahrern gesichtet und veranlasste die Polizei, eine Warnung auszusprechen. Im Internet wurde debattiert, wie man es aus der Stadt locken könnte. Dann verschwand es sang- und klanglos. TV-Leser fanden für das Tier hübsche Namen wie “Rehnate„ oder “Trevereh„. Ein Leser knipste auch ein Reh am Petrisberg (Foto) - ob es das Trevereh war, blieb aber offen. mic/TV-Foto: privat
Verirrt: Ein Reh verirrte sich kurz vor Ostern 2014 in Trier. An der Südallee verursachte es einen Unfall, wurde über mehrere Tage hinweg von Autofahrern gesichtet und veranlasste die Polizei, eine Warnung auszusprechen. Im Internet wurde debattiert, wie man es aus der Stadt locken könnte. Dann verschwand es sang- und klanglos. TV-Leser fanden für das Tier hübsche Namen wie “Rehnate„ oder “Trevereh„. Ein Leser knipste auch ein Reh am Petrisberg (Foto) - ob es das Trevereh war, blieb aber offen. mic/TV-Foto: privat
 Ausgebrochen: Vier Kleinkängurus (Wallabys) waren im Mai 2008 aus einem Gehege in Farschweiler ausgebrochen. Dieses Känguru und ein weiteres wurden eingefangen, zwei Beuteltiere streiften im Hochwald herum. Eines kehrte nach 14 Tagen freiwillig zum “Outback„ zurück. Mehrfach, teilweise auch noch zwei Jahre später, meldeten sich Wanderer und Autofahrer, die glaubten, das vierte verschwundene Känguru im Hunsrück gesehen zu haben. Vermisst wird es bis heute. alf/TV-Foto: Friedhelm Knopp
Ausgebrochen: Vier Kleinkängurus (Wallabys) waren im Mai 2008 aus einem Gehege in Farschweiler ausgebrochen. Dieses Känguru und ein weiteres wurden eingefangen, zwei Beuteltiere streiften im Hochwald herum. Eines kehrte nach 14 Tagen freiwillig zum “Outback„ zurück. Mehrfach, teilweise auch noch zwei Jahre später, meldeten sich Wanderer und Autofahrer, die glaubten, das vierte verschwundene Känguru im Hunsrück gesehen zu haben. Vermisst wird es bis heute. alf/TV-Foto: Friedhelm Knopp
 Kein gutes Ende nahm ein Ausflug für einen Nandu im Jahr 2010. Das Nandu-Weibchen war zusammen mit einem männlichen Artgenossen im April aus einem privaten Gehege zwischen Platten und Zeltingen-Rachtig (Kreis Bernkastel-Wittlich) ausgebüxt. Durch ein Loch im Zaun, das nach Angaben des Halters Wildschweine verursacht haben sollen. Weil die rund 1,40 Meter großen südamerikanischen Laufvögel sich zur Verkehrsgefährdung für Auto- und Motorradfahrer auf Land- und Bundesstraßen entwickelten, machten sich der Halter und die Polizei auf die Jagd nach den Tieren. Die sind allerdings sehr flink und bis zu 60 Kilometern pro Stunde schnell. Es gelang der Polizei nicht, sie einzufangen, weshalb das Weibchen nach einer Sichtung nahe der B 50 bei der Flucht in den Wald von den Ordnungshütern erschossen wurde - mit Zustimmung des Halters übrigens. Ihr Artgenosse (rechts auf dem Bild zu sehen) kam angesichts dieser Erfahrung dagegen nach einer Woche freiwillig zurück, trieb sich in der Nähe des Geheges herum und kam bereitwillig in selbiges zurück. mic/TV-Foto: Archiv/Klaus Kimmling
Kein gutes Ende nahm ein Ausflug für einen Nandu im Jahr 2010. Das Nandu-Weibchen war zusammen mit einem männlichen Artgenossen im April aus einem privaten Gehege zwischen Platten und Zeltingen-Rachtig (Kreis Bernkastel-Wittlich) ausgebüxt. Durch ein Loch im Zaun, das nach Angaben des Halters Wildschweine verursacht haben sollen. Weil die rund 1,40 Meter großen südamerikanischen Laufvögel sich zur Verkehrsgefährdung für Auto- und Motorradfahrer auf Land- und Bundesstraßen entwickelten, machten sich der Halter und die Polizei auf die Jagd nach den Tieren. Die sind allerdings sehr flink und bis zu 60 Kilometern pro Stunde schnell. Es gelang der Polizei nicht, sie einzufangen, weshalb das Weibchen nach einer Sichtung nahe der B 50 bei der Flucht in den Wald von den Ordnungshütern erschossen wurde - mit Zustimmung des Halters übrigens. Ihr Artgenosse (rechts auf dem Bild zu sehen) kam angesichts dieser Erfahrung dagegen nach einer Woche freiwillig zurück, trieb sich in der Nähe des Geheges herum und kam bereitwillig in selbiges zurück. mic/TV-Foto: Archiv/Klaus Kimmling
 Schuhdieb: Es dauerte Wochen, bis im Sommer 2009 das Rätsel um Dutzende Schuhe gelöst war, die auf geheimnisvolle Weise von Terrassen in Föhren (Kreis Trier-Saarburg) verschwanden. Dann entdeckte ein Förster den Übeltäter durch Zufall: einen Fuchs. Er, und vermutlich auch seine Jungen, hatten die Schuhe in ihren Bau verschleppt. Wählerisch war Meister Reineke nicht. Er konnte alles gebrauchen, von nagelneuen Laufschuhen bis zum Sicherheitsschuh mit Stahlkappe. Eine britische Zeitung verglich den Fuchs gar mit Imelda Marcos, der für ihren Schuhtick bekannte Gattin des ehemaligen philippinischen Diktators. Irgendwann hörte der Schuhklau auf - und der Fuchs ward nicht mehr gesehen. alf/TV-Foto: TV-Archiv
Schuhdieb: Es dauerte Wochen, bis im Sommer 2009 das Rätsel um Dutzende Schuhe gelöst war, die auf geheimnisvolle Weise von Terrassen in Föhren (Kreis Trier-Saarburg) verschwanden. Dann entdeckte ein Förster den Übeltäter durch Zufall: einen Fuchs. Er, und vermutlich auch seine Jungen, hatten die Schuhe in ihren Bau verschleppt. Wählerisch war Meister Reineke nicht. Er konnte alles gebrauchen, von nagelneuen Laufschuhen bis zum Sicherheitsschuh mit Stahlkappe. Eine britische Zeitung verglich den Fuchs gar mit Imelda Marcos, der für ihren Schuhtick bekannte Gattin des ehemaligen philippinischen Diktators. Irgendwann hörte der Schuhklau auf - und der Fuchs ward nicht mehr gesehen. alf/TV-Foto: TV-Archiv

Gerade erst hatten ihn Sven Hosalla und seine Partnerin Lisa Metzler in Kroatien von einem Tierhilfeverein übernommen - da büxte er auf einem Autobahnparkplatz bei Ulm aus. Hossalla und Freundin blieben so lange dort, bis die Geschichte ein glückliches Ende nahm. Flecki ist aber bei weitem nicht das einzige Tier aus der Region Trier, das in den vergangenen Jahren unter großer Medienbeteiligung auf sich aufmerksam machte - wie der Blick ins Archiv bestätigt, den wir für diese Anders-Seite gemacht haben. Und, können Sie sich an die Tiere und ihre Geschichten erinnern?

Dass das Tierthema ein Sommerloch-Füller ist, lässt sich übrigens nicht bestätigen - einige der Fälle spielten sich auch jenseits der Sommermonate ab. Mehr "Anders"-Themen unter www.volksfreund.de/anders