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Ab August wird gemauert – Zwei neue Schulen für Schweich

Integratives Schulprojekt : Ab August wird gemauert – Zwei neue Schulen für Schweich

Der Zweckverband beschließt erste Aufträge für den Bau von Trevererschule und Grundschule in Schweich.

Das ist mal eine gute Nachricht für Schüler, Eltern und Lehrer: Im August, also nach den Sommerferien, soll der Neubau der Treverer-Förderschule und der Grundschule in Schweich beginnen. Das wurde in einer Sitzung des Zweckverbands „Integratives Schulprojekt Schweich” am Dienstagabend bekanntgegeben. Wie berichtet, war das 44-Millionen-Euro-Projekt wegen offener Fragen im Förderverfahren ins Stocken geraten. Die Vergabe der Rohbaugewerke war im Herbst 2018 verschoben worden.

Zur Verunsicherung bei den Bauträgern – das ist für die derzeit noch in Trier ansässige Förderschule der Kreis und für die Grundschule die Verbandsgemeinde Schweich – trugen auch kritische Äußerungen des Landesrechnungshofs bei. Dieser hatte bei einer Prüfung ein Einsparpotenzial von rund fünf Millionen Euro erkannt. Unter anderem sollte auf den Eisspeicher, der das Raumklima regelt, verzichtet werden. Auch könnten nach Meinung der Prüfer die Sporthalle, die Klassenzimmer und die Flure kleiner dimensioniert werden (der TV berichtete).

„Endlich kann es weitergehen”, kommentierten Schulelternsprecher Frank Escher und Grundschulleiterin Christina Steinmetz unisono den Beschluss des Zweckverbands, der die Partnerschulen mit zusammen rund 440 Schülern unweit des Baugebiets Ermesgraben bauen möchte. Das Gelände ist bereits erschlossen, der Spatenstich für den Schulneubau war im Sommer 2017.

Sitzungsleiter Rudolf Körner, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Schweich, gab die nächsten Schritte bekannt: Veröffentlichung der Auftragsbekanntmachung, Vergabe der Rohbauarbeiten in der nächsten Sitzung des Zweckverbands am 22. Mai, Baubeginn im August 2019. Diesem Zeit- und Aufgabenplan stimmten die Mitglieder des Zweckverbands einhellig zu.

Laut Zweckverbands-Geschäftsführer Maximilian Junkes konnten inzwischen „in Sachen Eisspeicher ein Großteil der offenen Fragen mit dem Bildungs- und dem Umweltministerium geklärt werden”. Die Prüfung des Landesrechnungshofs sei noch nicht abgeschlossen. Eine abschließende Stellungnahme stehe noch aus, insofern habe das Bildungsministerium auch noch keinen Förderbescheid erteilt. Junkes ist optimistisch: „Unsere Planungen werden in Mainz als sinnvoll und zielführend angesehen.”

Fest steht nach Mitteilung von Geschäftsführer Junkes mittlerweile, dass das Integrative Schulprojekt eine Förderung aus dem „Digitalpakt” erhält. Das sind Mittel vom Bund, mit denen die Digitalisierung der Schulen vorangetrieben werden soll. Wie hoch diese Förderung sein werde, sei noch ungewiss, so Junkes. Vom Land werden Zuschüsse von rund 13 Millionen Euro erwartet.

Hart bleibt Bildungsministerin Hubig beim Thema Zweckverband und Schulgesetz. Der von Kreis und Verbandsgemeinde gewünschte gemeinsame Betrieb der Schulen in Form eines Zweckverbands sei mit dem Schulgesetz nicht vereinbar, heißt es aus dem Bildungsministerium. Mainz erlaubt nur die Planung und den Bau der Schulen in dieser Rechtsform. Geschäftsbereichsleiter Rolf Rauland von der Kreisverwaltung sagte, man wolle dieses Thema in Ruhe angehen und stelle es zunächst einmal hintenan. „Der Zweckverband hat sich bisher bewährt. Wir wollen eine Regelung für den Schulbetrieb finden, der möglichst nah an das heranreicht, was wir bisher hatten.” Das sieht auch Büroleiter Wolfgang Deutsch von der VG-Verwaltung Schweich so: „Schulintern liegen die Entscheidungen nach wie vor bei VG und Kreis, aber den Betrieb wollen wir gemeinsam gestalten. Diese Lösung ist auch im Interesse der Kinder.”

Einer Übertragung der im vergangenen Jahr nicht benötigten Haushaltsmittel in Höhe von rund fünf Millionen Euro auf das Jahr 2019 stimmte der Zweckverband einstimmig zu.