Ab Herbst wird's in der Lorscheider Kita eng

Ab Herbst wird's in der Lorscheider Kita eng

Die Kita Lorscheid bietet derzeit 13 Plätze für Kinder unter drei Jahren an. Ab November liegen jedoch 17 Anmeldungen vor. Zusätzliche U3-Plätze sollen das Problem kurzfristig lösen. Allerdings müssten die Kleinsten dann ins geräumigere Obergeschoss umziehen - wenn der Brandschutz-Experte grünes Licht gibt.

Lorscheid. Mehr Platz für Kinder und Personal, Verpflegung über die hauseigene Küche: Das waren die Ziele der Ortsgemeinde Lorscheid, als sie vor drei Jahren in den Ausbau ihrer Kindertagesstätte Hochwaldstrolche investierte. Eine Wohnung über der Kita wurde für 170 000 Euro umgebaut und saniert. Seit Sommer 2011 gibt es dort zusätzliche Räume und eine Küche.
Insgesamt 65 Kinder aus Lorscheid, Herl und Farschweiler kann die Einrichtung aufnehmen. 13 Plätze gibt es für Kinder unter zwei Jahren, darunter sieben für die ganz Kleinen. Schon bald wird dieses Angebot aber nicht mehr reichen: "Wir brauchen nach den Sommerferien definitiv mehr Krippenplätze", kündigt Kitaleiterin Dana Filippo an. Grund dafür sind die vielen Anmeldungen für Kinder unter zwei Jahren, die ab August einen rechtlichen Anspruch auf Betreuung haben.
"Die U3-Plätze sind schon ab Mai alle belegt", sagt Filippo. Im Sommer steige der Bedarf. "Ab November brauche ich dann 17 Plätze, mindestes bis Februar." Wegen des Platzmangels habe sie schon einige Absagen erteilen müssen, bedauert die Kitaleiterin. Den Eltern bliebe dann als Alternative, ihr Kind in die Kitas Osburg oder Thomm zu schicken - oder beim Jugendamt nach einer Tagesmutter fragen. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass diese Kinder "später nach Lorscheid zurückkommen, wenn sie sich woanders eingelebt haben", schätzt Filippo. "Das wäre für uns sehr schade."
Die Kita brauche deshalb eine Art "Übergangslösung". Die Zahl der Betreuungsplätze insgesamt zu erhöhen, hält Filippo für "unmöglich. Denn dann müssten wir anbauen oder einen Container aufstellen". Die beste Lösung wäre aus ihrer Sicht, kurzfristig mehr U3-Plätze einzurichten. Der Haken dabei: Die Plätze könnten bei den älteren Kindern fehlen, von denen es ab August 49 geben wird. "Momentan wäre da aber noch Luft nach oben - wenn nicht weitere Kinder zuziehen."
Ortsgemeinde unterstützt Idee


Mehr U3-Plätze bedeuten allerdings auch zusätzliche Betten. "Im Ruheraum unten ist dafür kein Platz", sagt Filippo. Ihr Vorschlag: Mit den Kleinen in einen größeren Raum im Obergeschoss umziehen.
Diese Idee unterstützt laut Ortsbürgermeister Ludwig Welter auch die Ortsgemeinde als Träger: "Wir haben grundsätzlich nichts gegen eine interne Umstrukturierung, um die Situation zu verbessern." Für den Umzug sei aber eine "offizielle Genehmigung vom Kreis" nötig. Zudem müssten sich Experten zum Brandschutz äußern. "Es gibt natürlich auch oben Fluchtwege", sagt Welter. Aber beim Ausbau vor zwei Jahren sei geäußert worden, "dass die Kleinen nicht nach oben sollten".
Fragen wie diese haben Vertreter der Ortsgemeinde, der Verbandsgemeinde Ruwer und der Kreisverwaltung bereits bei einem Ortstermin diskutiert.

Mehr von Volksfreund