Abfall: Zweckverband ART kauft Romika-Gelände und zieht um

Abfall: Zweckverband ART kauft Romika-Gelände und zieht um

Der Zweckverband Abfallwirtschaft im Raum Trier (ART) zieht nach Trier-Nord. Den entsprechenden Volksfreund-Bericht von Dienstag haben die Verantwortlichen mittlerweile bestätigt. Und mehr noch: der ART kauft zusätzlich auch noch das Romika-Gelände.

Landrat Günther Schartz als Vorsitzender des Zweckverbands Abfallwirtschaft im Raum Trier und ART-Geschäftsführer Max Monzel haben die Volksfreund-Infos bestätigt: Die Müllwagenflotte und ein großer Teil der 150 ART-Mitarbeiter ziehen spätestens 2019 von Trier-Süd nach Trier-Nord. Ein Gelände in der Metternichstraße hatte der Zweckverband, der aus Stadt und Landkreis besteht, bereits erworben. "Wir sind froh, dass wir künftig nicht mehr von einem Vermieter abhängig sind", sagte Schartz am Montag zu volksfreund.de. Bisher ist der ART Mieter bei der Stadt in Trier-Süd, die die Flächen aber nach Auslaufen des Mietvertrags 2019 zu stadtnahen Wohngebieten entwickeln will.

Am Dienstag erfuhr der Trierische Volksfreund, dass der ART in Trier-Nord zudem auch das benachbarte Gelände der Romika erworben hat. Das bestätigt Andreas Garnier, Geschäftsführer der Josef-Seibel-Holding GmbH. Seibel beschäftigt in Trier 120 Mitarbeiter, unter anderem im Schuhhaus Hoffmann, dem Josef-Seibel Spirit of Nature-Shop in der Neustraße sowie im Shoe City am Viehmarkt. Außerdem sind Lager, Logistik, Verwaltung und Vertriebsmitarbeiter der Romika Shoes GmbH in der Metternichstraße 35 untergebracht. Die Josef-Seibel-Gruppe aus dem pfälzischen Hauenstein (weltweit 3000 Mitarbeiter) hatte die insolvente Romika 2005 übernommen.

Seit 2007 residiert Romika Shoes auf dem ehemaligen Militärgelände, hatte dort zeitweise eine gläserne Produktion und eines der Gebäude zur Gaststätte Romikulum umgebaut und verpachtet. Dabei soll es auch bleiben, wenn ab Juli 2014 der ART-Besitzer der 23.000 Quadratmeter großen Fläche ist, sagt Geschäftsführer Garnier. Die Gruppe werde das Romikulum weiter mieten und unterverpachten und mit Lagerräumen und Logistik-Mitarbeitern als Mieter am Standort bleiben. 50 bis 60 Mitarbeiter aus Verwaltung, Vetrieb und Marketing sollen in die City umziehen. "Wir bleiben dem Standort Trier also treu", betont Garnier.

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