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Abhängen, schmökern und Autoren zuhören - Trier ist zum dritten Mal Gastgeber von "StadtLesen"

Abhängen, schmökern und Autoren zuhören - Trier ist zum dritten Mal Gastgeber von "StadtLesen"

Der Domfreihof wird vom 7. bis 10. Juli wieder zu Triers größtem Lesezimmer: Die Stadt hat zum dritten Mal den Zuschlag bekommen und ist wieder Gastgeber von "StadtLesen". Wer der prominente Vorleser wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

Der Schriftsteller Wladimir Kaminer war es bei der Premiere 2014 auf dem Kornmarkt, im Sommer 2015 las Schauspieler Benno Fürmann auf dem Domfreihof. Und wer wird 2016 der Stargast von "StadtLesen" in Trier? "Wir wissen es noch nicht, aber wir haben zahlreiche Prominente angeschrieben und hoffen auf einen ähnlichen Knüller wie in den vergangenen Jahren." Caroline Thielen-Reffgen vom Kommunalen Bildungsmanagement ist die Organisatorin von "StadtLesen" in Trier.

Das grobe Programm für die viertägige Veranstaltung steht. Nur die entscheidende Frage ist eben noch offen. Dafür hat sich Thielen-Reffgen aber schon mit allen Eventualitäten befasst, die eintreten können, wenn der prominente Vorleser am 7. Juli "StadtLesen" eröffnen wird: "Definitiv ist um 21 Uhr Schluss." Denn dann wird in Marseille das zweite Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft angepfiffen - und möglicherweise stehen dann Jogis Jungs auf dem Feld. "Nach der Vorlesung können alle Zuhörer in der Innenstadt Fußball schauen, sogar auf dem Domfreihof gibt es ein kleines Public Viewing."

Vielleicht war es die neue, gemütliche Kulisse unter den Platanen, mit der Aussicht auf den Dom, die bei Fans und Machern von "StadtLesen" so gut ankam. Denn unter zahlreichen Nominierungen wurde Trier via Internetabstimmung mit 29.000 Stimmen wieder als einer der Gastgeber der Leseveranstaltung unter freiem Himmel ausgewählt. "Wir wissen nicht, wer abgestimmt hat, aber scheinbar hat es den Leuten bei uns gefallen", sagt Nina Krämer-Kupka vom Trierer Organisationsteam.

Und so bauen die österreichischen Veranstalter der "StadtLesen"-Tour ihre Bücherregale, ihre Sitzsäcke und Hängematten neben 20 anderen Städten in Deutschland und Österreich zum dritten Mal auch in Trier auf. Schmökern in gemütlicher Atmosphäre, dabei Vorlesungen von Autoren lauschen - und beim Lesen abschalten und entspannen, das ist das Ziel von "StadtLesen". Der Eintritt ist an allen vier Tagen frei.

Teil der Auftaktveranstaltung am 7. Juli wird auch eine besondere Lesung sein , denn der Preisträger eines Kurzgeschichtenwettbewerbs von Trierischem Volksfreund und Dieter-Lintz-Stiftung wird vor dem prominenten Vorleser auf der Bühne lesen.

Freitags steht die Bühne dann Schulklassen (siehe Artikelende) und Migranten für Vorlesungen offen. Samstags stellen lokale Autoren ihre Werke vor, dazu gibt es von 10 bis 16 Uhr in der Volkshochschule im Palais Walderdorff eine Comic-und-Manga-Tauschbörse. Abends ist eine Theateraufführung geplant. Für sonntags wird das Sortiment von 3000 Werken in überdimensionierten Regalen dann vorrangig auf Kinderbücher geändert - denn dann ist der Familienlesetag.

Schüler lesen: Am Freitag, 8. Juli, gehört die "StadtLesen"-Bühne von 10 bis 12.30 Uhr den Schulen. Für diese Veranstaltung können sich Schulen aller Arten bewerben, sei es mit Einzellesungen oder Vorleseprojekten. Die Plätze werden nach Eingang der Anmeldung vergeben, Anmeldeschluss ist der 20. April. Wer Interesse hat, an "StadtLesen" teilzunehmen, kann sich per E-Mail an kommunales.bildungsmanagement@trier.de bewerben. Angegeben werden müssen nur der Name der Schule und der Ansprechpartner.