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Abriss ist beschlossene Sache: Neue Metzdorfer Brücke soll auch das Feuerwehrauto tragen können

Abriss ist beschlossene Sache: Neue Metzdorfer Brücke soll auch das Feuerwehrauto tragen können

Die Holzbrücke über die Sauer zwischen Metzdorf und Moersdorf ist nicht mehr zu retten. Nun muss der Abriss geplant werden ebenso wie der Bau einer neuen Konstruktion. Und auch über eine Zwischenlösung bis zum Neubau wird debattiert.

Langsur/Mompach. Wenn es in Langsur-Metzdorf brennt, können die Moersdorfer von der gegenüberliegenden Sauerseite nur zuschauen. Denn die Brücke zwischen den beiden Orten ist gesperrt, da die Holzkonstruktion einsturzgefährdet ist. Zufrieden haben deshalb nicht alle Feuerwehrleute ausgesehen, als Vertreter der beiden luxemburgischen Gemeinden Mompach und Rosport sowie der Verbandsgemeinde Trier-Land vergangene Woche eine Vereinbarung über Hilfs- und Rettungseinsätze unterzeichnet haben (der TV berichtete). Die gedrückte Stimmung lag sicher nicht am Unwillen, auch im jeweils anderen Land zu helfen. Im Gegenteil.Mit Gittern abgesperrt

Die Wehren aus Moersdorf und Metzdorf können aktuell auf der jeweils anderen Seite nicht helfen, da die Verbindung zwischen den beiden Orten mit Gittern verrammelt ist. Vor einigen Wochen hat es eine Prüfung gegeben, die ein Ergebnis hatte, das Besitzer von Altbauten kennen. Wenn man einmal anfängt hinter die Verkleidungen zu schauen, dann wird es teuer. Im Fall der Holzbrücke wird es deshalb kostspielig, da die Konstruktion nicht mehr zu retten ist. Sie muss abgerissen werden, weil sie keine Last mehr tragen kann.
Sowohl die Metzdorfer als auch die Moersdorfer wollen jedoch in Verbindung bleiben. Für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ist die Brücke sogar notwenig, um überhaupt im Notfall helfen zu können. Denn das Feuerwehrgerätehaus befindet sich im luxemburgischen Born. Über die Metzdorfer Brücke ist der Stützpunkt innerhalb kürzester Zeit erreichbar, über die Ralinger Brücke ist es ziemlich weit weg.

Vertreter aus Deutschland und Luxemburg haben nun zusammengesessen und überlegt, was zu machen ist. Nach Auskunft von Bürgermeister Wolfgang Reiland (Verbandsgemeinde Trier-Land) und Jos Schoellen (Gemeinde Mompach) sind sich alle einig, dass eine neue Brücke gebaut wird. Weil das Abklären der Finanzierung, das Planen und das Bauen wohl einige Jahre dauern wird, haben sich die Beteiligten die Arbeit geteilt. Wolfgang Reiland sagt: "Wir kümmern uns um den Abriss der Brücke." Es ist nämlich so, dass man eben nicht einfach mal eben ein solches Bauwerk demontieren kann. Nein, im Fall Metzdorf muss das Vorgehen mit Behörden zweier Staaten abgesprochen werden. Und eine tonnenschwere Konstruktion lässt sich auch nicht einfach so wie ein Billy-Regal von Ikea auseinanderschrauben.

Parallel zu den Abrissvorbereitungen kümmern sich die Mompacher um die Planung einer neuen Brücke. Außerdem wird noch einmal geprüft, ob die Verbindung wenn auch in abgespeckter Breite nicht doch noch mal freigegeben werden kann. Denn die Verbindung wurde nicht nur von Bürgern und der Metzdorfer Wehr mit ihrem in Born stationierten Fahrzeug genutzt. Die Brücke ist auch wichtig für Radler und Wanderer, die sonst nur in Langsur und in Ralingen die Sauer trockenen Fußes queren können.
Wann die neue Brücke steht, wie genau sie aussehen wird und was sie kostet, können weder Luxemburger noch Deutsche sagen. Wer sie bezahlt, jedoch schon: Die Gemeinden Langsur und Mompach zahlen für den Bau einer Rad- und Fußgängerbrücke. Die Verbandsgemeinde Trier zahlt die Kosten dafür, dass die Brücke so ausgelegt wird, dass da auch das Tragkraftspritzenfahrzeug der Metzdorfer Wehr drüberfahren kann. Wohl erst wenn das zum ersten Mal geschehen ist, werden auch alle Feuerwehrmitglieder zufrieden sein.