Absage für die Konkurrenz: Steigen Triers Chancen auf die Tour de France?

Absage für die Konkurrenz: Steigen Triers Chancen auf die Tour de France?

Am 18. Oktober wird bekannt gegeben, welche Etappenziele die Tour de France 2017 haben soll. Ein Mitbewerber der Stadt Trier - die gerne Etappenziel würde - ist jetzt offenbar aus dem Rennen.

Unter den Bewerbern als Etappenort für die Tour de France ist die Stadt Trier, die gemeinsam mit ihrer französischen Partnerstadt Metz ins Rennen gegangen ist (volksfreund.de berichtete mehrfach). Auftakt der Tour ist am 1. Juli 2017 in Düsseldorf. Mehrere deutsche Städte (darunter beispielsweise Mannheim) und Städte aus der Großregion haben sich als Etappenorte beworben. Das luxemburgische Esch habe eine Absage von der Tour-Organisation bekommen, berichtet nun die luxemburgische Zeitung L'Essentiel. Volksfreund.de hat im Rathaus nachgehört, ob auch in Trier eine Absage eingetrudelt ist. Nein, sagt Oberbürgermeister Wolfram Leibe. Dass mit Esch nun ein direkter Konkurrent als Etappenort aus dem Rennen sei, wertet er als gutes Zeichen. Er habe weiter Hoffnung, dass Trier 2017 mit dabei sei.

Im Juli war OB Leibe zusammen mit seinem Metzer Amtskollegen kurzfristig nach Paris zum Finale der Tour eingeladen worden - im Gegensatz zu den Oberbürgermeistern anderer Bewerberstätte wie beispielsweise Mannheim. Auch das war damals als gutes Zeichen für die Trierer Bewerbung gedeutet worden.

Die Tour soll am 1. Juli 2017 in Düsseldorf mit einem 13 Kilometer langen Zeitfahren über die Königsallee und entlang des Rheins starten.

Laut einem Bericht der Rheinischen Post werden die Gesamtkosten für den Tourstart in Düsseldorf auf elf Millionen Euro beziffert, davon gehen rund 4,5 Millionen Euro als Lizenzgebühren an den Veranstalter, die Amaury Sport Organisation (ASO) - eine Tochterfirma eines französischen Pressekonzerns. Durch Nachverhandeln und Sponsoren hoffe man, den Zuschussbedarf um drei Millionen Euro reduzieren zu können, außerdem rechnet man mit einer Gewerbesteuereinnahme durch die Tour von fast zwei Millionen Euro. Einer Studie zufolge werden für das Auftaktwochenende allein für die Gastronomie in Düsseldorf 54 Millionen Euro Umsatz erwartet. Welche Kosten der Stadt Trier entstehen, dazu hat die Verwaltung bisher keine Aussagen machen können.

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