Abschied in Las Vegas

20 Jahre lang kamen sie regelmäßig zusammen, um ihrer gemeinsamen Heimatliebe zu frönen. Nun hat sich die Freundschafts-Gruppe von Trierinnen, die in den Vereinigten Staaten leben, endgültig aufgelöst.

Trier. (rm.) "Amerika ist unsere Heimat geworden, doch wir werden Trier niemals vergessen", sagt Marga Doane, geborene Mader und aus Pfalzel stammend. Vor 20 Jahren rief sie die "Freundschafts-Gruppe Trier" ins Leben, der zeitweilig fast 100 "Mädels aus dem Moselland" angehörten, die US-Soldaten geheiratet haben und nach deren Militär-Dienstzeit mit auf die andere Seite des Atlantiks gezogen sind. Sie wurden geboren zwischen 1930 und 1945 und hießen mit Mädchennamen Lerch, Barbion, Seibert, May, Schirra, Schuth oder Uth, um nur einige zu nennen. Jedes Jahr trommelte Marga Doane die Ex-Trierinnen aus allen Teilen der Vereinigten Staaten zusammen. "Wir werden ja auch nicht jünger"

"Wir haben uns getroffen in Kalifornien, Florida, Atlanta und in Las Vegas und überall kam Stimmung in die Bude. Klar, wenn so viele Triererinnen zusammen kommen und an ihre gute alte Heimat denken…" Aber auch dort, in Trier, hatten sich die "GI-Bräute" mehrfach getroffen. 1992 empfing Oberbürgermeister Helmut Schröer die Freundschafts-Gruppe im Rathaus am Augustinerhof, 1996 bot die Heilig-Rock-Ausstellung den Anlass, erneut über den großen Teich in die alte Heimat zu reisen.Nach 20 Jahren hieß es nun Abschied-nehmen. In der Glücksspiel-Metropole Las Vegas in der Wüste von Nevada war das Hotel "Casino Paris" Schauplatz des finalen Treffens. "Wir werden ja auch nicht jünger", sagt Marga Doane; "Ich danke allen, die dabei waren und es möglich gemacht haben, dass wir uns 20 Jahre lang treffen konnten."Die Mitglieder der Freundschafts-Gruppe wollen auch weiterhin in Kontakt bleiben: "Unsere Heimatverbundenheit wird schließlich nicht enden." Marga Doane bringt sie auch in ihrer E-Mail-Adresse zum Ausdruck: triermarga@aol.com

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