Acht haben schon einen Ausbildungsplatz

Acht haben schon einen Ausbildungsplatz

Gerade halten sie ihr Abschlusszeugnis in der Hand, schon haben sie einen Ausbildungsvertrag - mehr als die Hälfte sogar auf dem ersten Arbeitsmarkt. Dabei galten sie als Schulverweigerer und lernschwach. 13 Schüler der Arbeitsweltklassen des Projekts Berufliche Orientierung und Qualifizierung bestanden an der Kurfürst-Balduin-Schule ihre Prüfungen.

Trier-West. Sie gelten als verhaltensauffällig oder auch lernbeeinträchtigt - die Schüler der Arbeitsweltklassen des Projekts BOQ an der Kurfürst-Balduin-Schule. BOQ steht für Berufliche Orientierung und Qualifizierung im Verbundprojekt Job-in-West. Doch auch in diesem Schuljahr waren die Teilnehmer wieder erfolgreich: 13 von 14 haben ihren Schulabschluss bestanden.
Das Schuljahr schlossen sie mit einer Projektwoche ab, in der trotz des schlechten Wetters fleißig auf dem Schulgelände gearbeitet wurde. "Hiermit wollen wir auch das äußere Erscheinungsbild der neuen Kurfürst-Balduin-Realschule plus unterstreichen", sagte Bürgerservice-Projektleiter Marc Peifer. Als Jobfux, Jugendberufshelfer an Haupt- und Realschulen plus, unterstützt er die Schüler bei allen Fragen ihrer beruflichen Zukunft.
Als ein Baustein des Job-in-West-Verbundprojekts bietet BOQ benachteiligten Jugendlichen aus der gesamten Stadt Trier 24 Teilnahmeplätze in zwei Arbeitsweltklassen an. Unterstützt von einem Team aus Lehrern der Kurfürst-Balduin-Schule, dem Jobfux-Mitarbeiter Peifer und fachpraktischen Anleitern der Bürgerservice GmbH haben die schulpflichtigen Jugendlichen die Chance, ihren Schulabschluss zu machen oder auch nachzuholen. Weitere wichtige Bausteine des Projekts sind die berufliche Orientierung und die Erarbeitung einer beruflichen Perspektive für die Zeit nach der Schule. BOQ baut damit Brücken für diejenigen Jugendlichen, die infolge schulischer Misserfolge am Übergang Schule-Beruf zu scheitern drohen.
Trainiert und gefördert werden darüber hinaus die im Berufsleben erforderlichen Schlüsselqualifikationen. Betriebspraktika oder Projekte zur "Vertieften Berufsorientierung" ermöglichen Einblicke in den Berufsalltag. Diese ersten praktischen Erfahrungen motivieren die Jugendlichen sehr. Der stetige Austausch von Fachpraxis und schulischem Inhalt wie auch die intensive sozialpädagogische Arbeit hätten in den vergangenen Schuljahren immer wieder zu überdurchschnittlich guten Abschlussquoten und Vermittlungszahlen geführt, berichtet Peifer. So auch in diesem Jahr: Acht der 14 Absolventen haben eine Ausbildungsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt. Hinzu kommt, dass alle Übrigen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in überbetriebliche Ausbildung, in berufsvorbereitende Maßnahmen oder Vergleichbares wechseln. Demnach konnte mit jedem Teilnehmenden eine positive nachschulische Perspektive erarbeitet werden. red
Das Verbundprojekt Job-in-West wird aus Mitteln des Programms Soziale Stadt des Landes Rheinland-Pfalz, des Jobcenters der Stadt sowie kommunalen Mitteln der Stadt Trier finanziert. Des Weiteren fließen ESF-Mittel des Ministeriums für Arbeit, Soziales , Gesundheit, Familie und Frauen sowie der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der Projekte zur "Vertieften Berufsorientierung" und Jobfux ein. mehi