Acht Rohre gegen die Flammen

Der Wald am Ortsrand brennt lichterloh. Die hohen Flammen bedrohen die nahen Häuser. Das war - zum Glück nur - das Szenario bei der Großübung der Feuerwehren des unteren Ruwertales in Riveris.

Riveris. (dis) Die Sirene heult schaurig schallend im engen Tal. Wenige Sekunden nach dem letzten Ton ist das Martinshorn der Freiwilligen Feuerwehr Riveris zu hören. Sie nähert sich mit hoher Geschwindigkeit dem Brandherd. Die Temperaturen liegen bei 30 Grad, es ist extrem trocken und es weht ein leichter Wind, so steht es im "Drehbuch". Schnell wird klar, dass die Feuerwehrmänner aus Riveris den Waldbrand oberhalb der Langensteinstraße und des Wendeplatzes Kehrberg nicht alleine bekämpfen können.

Gemeinsam gegen das Feuer vorgegangen



Der Riveriser Wehrführer Matthias Luy: "Durch Funkenflug droht ein Übergreifen des Feuers auf mehrere Häuser. Wir vermuten, dass sich das Feuer in Richtung Morscheid ausbreitet." Umgehend werden durch den stellvertretenden Wehrleiter der Verbandsgemeinde Ruwer, Christian Kühn, weitere freiwillige Feuerwehren alarmiert. Die anrückenden Einsatzkräfte aus Waldrach und Kasel versuchen, das Feuer an dem oberhalb gelegenen Waldweg aufzuhalten. Ein Übergreifen des Feuers am Kehrberg verhindert die Feuerwehr aus Morscheid. Die Freiwillige Feuerwehr aus Mertesdorf und das Löschfahrzeug 8 aus Waldrach sichern die Wasserversorgung aus der Riveris und unterstützen die Brandbekämpfung. Aus acht Rohren werden pro Minute 2000 Liter Wasser in das Feuer gespritzt. Nach einer guten halben Stunde ist der Spuk vorüber. Die Beobachter aus der Bevölkerung, der Kommunalpolitik und von der Polizeiinspektion Schweich sind mit der guten Zusammenarbeit der Wehren und dem Leistungsstand zufrieden. Sie wissen, dass auf die Feuerwehrleute Verlass ist. Am gleichen Tag üben auch die Feuerwehren des vorderen Hochwalds in Herl. Dort wurde der Brand der Kapelle inszeniert. Im "Einsatz" sind dort die freiwilligen Feuerwehren aus Herl, Lorscheid, Farschweiler, Osburg und Thomm. Die Einsatzleitung liegt in den Händen des Wehrleiters der Verbandsgemeinde Ruwer, Josef Hartmann.