ADD Trier korrigiert keine Abitur-Aufgaben

Bildung : ADD Trier korrigiert keine Abitur-Aufgaben

Die Schulaufsicht meldet sich nach einem TV-Bericht über die Integrierte Gesamtschule zu Wort.

In unserem Bericht „Die ersten Schüler an der IGS haben ihr Abitur“ (TV vom 29. April) ist Dirk Schönhofen, Schulleiter der Integrierten Gesamtschule (IGS) Trier, versehentlich falsch zitiert worden.

In dem Bericht stand: „Dem Vorurteil, es sei leichter auf der IGS, setzt Schulleiter Dirk Schönhofen seine Erfahrungen mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) entgegen: ,Als wir die Abiturprüfungen eingereicht haben, hieß es, wir seien über das Ziel hinausgeschossen.’ Die IGS sollte die Anforderungen nach unten korrigieren.“

Tatsächlich hat die ADD Trier die IGS Trier nicht aufgefordert, die Anforderungen der Abiturprüfungen nach unten zu korrigieren. ADD-Pressesprecherin Miriam Lange erklärt: „Die schriftlichen Abiturprüfungen werden nicht an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion eingereicht, sondern an das Bildungsministerium. Dort wiederum werden sie von den Abiturauswahlkommissionen geprüft.“

In den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch gebe es zudem die gleichen zentralen Elemente für alle Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen in Rheinland-Pfalz. Dass die Abiturauswahlkommissionen auf die landesweite Vergleichbarkeit der Abiturthemen – auch hinsichtlich des Schwierigkeitsgrades – achten, sei selbstverständlich, teilt Miriam Lange mit.

„Im Vorfeld der mündlichen Abiturprüfungen werden bei Schulen, die erstmals Abitur machen, Hilfestellungen, vor allem in formaler Art, vonseiten der ADD angeboten und gegeben. Auch hier fand keine ,Korrektur nach unten’ statt“, betont ADD-Sprecherin Lange.

IGS-Schulleiter Dirk Schönhofen unterstreicht die Klarstellung der ADD. Er habe im Gespräch mit dem TV lediglich erwähnt, dass es in der Vergangenheit im Land auch einzelne Fälle an Integrierten Gesamt­schulen gegeben habe, bei denen die jeweilige Abiturauswahlkommission Lehrkräfte darauf hingewiesen habe, dass der Schwierigkeitsgrad bestimmter Aufgaben etwas zu hoch gewesen sei. Weder sei Trier davon betroffen noch sei die ADD daran beteiligt gewesen.

Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

(red)