Adieu nach 34 Jahren

TRIER. (red) "Wer ist die Nummer eins?": Eine spannende Frage, die Professor Karl-Heinz Bender zum Thema seiner Abschiedsvorlesung von der Universität Trier am Mittwoch, 6. Juli, 18.15 Uhr, Hörsaal 1, A-Gebäude, gewählt hat.

Der Romanist ist nach mehr als 34 Jahren Lehr-, Forschungs- und Selbstverwaltungstätigkeit an der Universität Trier emeritiert worden. Bender, der als Professor für Romanistische Literaturwissenschaft an die damals neu gegründete Universität Trier berufen wurde, hat sich ehrenamtlich in der Deutsch-Französischen Gesellschaft Trier engagiert. Nach einem Studium der Romanischen Philologie und der Geschichte an den Universitäten Heidelberg und Paris, das er mit der Promotion und dem Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abschloss, führte ihn sein Beruf zunächst als Assistent von Hans-Robert Jauß an die Universitäten Münster, Gießen und Konstanz. Nachdem er in Konstanz habilitiert hatte, wurde Bender 1971 an die Universität Trier berufen, wo er sich am Aufbau der Fächergruppe Romanistik beteiligte. Von 1981 bis 1983 war er Dekan des Fachbereiches II "Sprach- und Literaturwissenschaften". Aus Benders Schwerpunkten in Lehre und Forschung - romanische Heldenepik, deutsch-französische Beziehungen und dem Beziehungsgeflecht zwischen Literatur und Macht - gingen Examensarbeiten, Promotionen und Publikationen hervor sowie zwei große Forschungsprojekte. Das Erste war der französischen Kreuzzugsepik gewidmet und führte 1984 zum ersten internationalen Kolloquium zur französischen Kreuzzugsepik. Das zweite Forschungsprojekt führte zu der dreibändigen Edition der Memoiren Johann Christian von Mannlichs, des Hofmalers und Baudirektors am Zweibrücker Hof und späteren Zentralgalerie-Direktors in München. Seine Forschungen zu den deutsch-französischen Beziehungen bescherten Karl-Heinz Bender Ehrenämter und Ehrungen: 1988 erhielt er die "Palmes académiques", einen Orden, mit dem Frankreich seine akademischen Eliten auszuzeichnen pflegt. Im Jahre 1990 wurde Bender für Verdienste um die deutsch-französischen Beziehungen mit dem "Prix France - Allemagne" ausgezeichnet und 2003 wurden Benders "Palmes académiques" mit dem Rang eines "Commandeurs" geschmückt. Karl-Heinz Bender ist im Vorstand der Deutsch-Französischen Gesellschaft und als Organisator einer Vortragsreihe zu den deutsch-französischen Beziehungen bekannt.