Adrenalin pur auf der Bühne

Trier/Sankt Wendel · Begeisterung bei der Rock-Band 41 Grad und ihrer Sängerin Saskia Mertens aus Trier. Am 23. November treten die Musiker im Livefinale des Deutschen Rock & Pop-Preises in Ludwigshafen auf. Nervosität inklusive. In den zwei Kategorien "Beste Rock-Band" und "Bester deutschsprachiger Song" können die Nachwuchsmusiker auf den Sieg hoffen.

Trier/Sankt Wendel. Ihre Bewerbung beim Deutschen Rock & Pop Preis 2013 haben sie schon fast wieder vergessen - umso größer ist die Überraschung, als der Anruf kommt: Die saarländische Band 41 Grad darf ins Finale des begehrten Nachwuchswettbewerbes in Ludwigshafen einziehen.
41 Grad, das sind vier junge Männer aus dem Saarland und ihre Sängerin Saskia Mertens aus Trier. 2010 suchen Schlagzeuger Jürgen Schulte, der Bassist Mario Bartone und die beiden Gitarristen Henrik Nagel und Ralf Jung eine neue Sängerin. Hinzu kommt die jetzige Frontfrau. Was der Bandname 41 Grad bedeutet, werden sie oft gefragt, sagt Saskia Mertes, eine tiefere Bedeutung habe er aber nicht. Das sei eher ein spontaner Einfall gewesen.
Die eigene Musik beschreibt die 29-Jährige als "Straight Rock": "Wir werden oft mit Silbermond oder Juli verglichen, aber eigentlich ist unsere Musik härter und geht mehr in Richtung Rock als Pop", erklärt sie.
Erste Erfolge verbucht die Band schon 2012 für sich, als sie den Nachwuchswettbewerb des saarländischen Rundfunks gewinnt. Nun sind sie in der Hauptkategorie des Deutschen Rock & Pop Preises aus 970 Bewerbern für den Titel "Beste Rock Band" nominiert.
Als dann auch noch die Nachricht kommt, dass ihr Song "Ein ganz normaler Tag" auf einem der ersten drei Plätze gelandet und für den Titel "Bester deutschsprachigen Song des Jahres" nominiert ist, ist die Überraschung perfekt.
Die Entscheidung über Sieg oder Niederlage trifft am 23. November die Jury in Ludwigshafen. Die Finalisten treten live auf und werden bewertet. "Vor den Augen von Produzenten und Plattenfirmen als Liveband aufzutreten, ist Adrenalin pur - da muss jede Sekunde genau sitzen, vom Betreten der Bühne bis zur Verabschiedung", sagt Saskia Mertens.
"Ein ganz normaler Tag" heißt der Schlusssong von 41 Grad. Er handelt von dem Morgen nach einer durchzechten Nacht. Gewinnen würden sie gerne, erklärt Saskia Mertes, aber vorrangig erhofft die Band sich von ihrem Auftritt beim Deutschen Rock und Pop Preis weitere Gelegenheiten, auf Festivals und Veranstaltungen spielen zu dürfen.
Im Moment tritt die Band vor allem im Saarland auf. In Zukunft solle es dann laut Sängerin Mertens auch mehr Richtung Rheinland-Pfalz gehen. Ihren nächsten Auftritt hat die Band hier am 7. Dezember in der Gemeindehalle Godendorf beim "Nikolaus Rock".Extra

Der Deutsche Rock & Pop Preis wird 2013 zum 31. Mal in Ludwigshafen an Nachwuchsmusikgruppen und Nachwuchseinzelkünstler vergeben. Preise werden in insgesamt 124 verschiedenen Kategorien verliehen. Dadurch sollen alle Musikrichtungen abgedeckt werden. Geldpreise gibt es nicht. Der Rock & Pop Preis wird präsentiert von der Deutschen Popstiftung, dem Deutschen Rock & Pop Musikerverband sowie der Fachzeitschrift Musiker Magazin und der Branchenzeitschrift Musikmarkt. Die Band Juli konnte ihre Teilnahme im Jahr 2000 als Sprungbrett für sich nutzen. Den Wettbewerb gewonnen hat 2008 die damals noch unbekannte Musikgruppe Luxuslärm. red