Älter werden in Trier

Der neue Trierer Wegweiser für Senioren ist da. In der mittlerweile dritten Auflage bietet er auf 76 Seiten zahlreiche praktische Hilfen und Tipps für ältere Menschen.

Trier. Bunte, im Wind tanzende Herbstblätter zieren den Trierer Wegweiser für Senioren, dessen dritte und neueste Ausgabe im Rathaussaal präsentiert worden ist. Farbenprächtiger sind sie geworden, wie ein Vergleich mit der zweiten Ausgabe zeigt. Am Boden formieren sie sich zu einer bunten Rosette. "Ein positives Bild vom Alter war uns wichtig", sagt Verlegerin Christina Kohl. Die herbstlichen Blätter versinnbildlichten die vielfältigen Facetten des Alterns.

Die auf 76 Seiten erweiterte Broschüre ist herausgegeben worden von der Stadt Trier, dem Seniorenrat der Stadt Trier als Träger des Seniorenbüros und von Christina Kohl Editions, Luxemburg. Er ist in neun farbig abgesetzte Kapitel gegliedert: Interessenvertretung, Beratung und Information, Freizeit und Bildung, Wohnen im Alter, Unterstützung zu Hause, Rechtshilfe, Finanzielle Hilfen, Hospiz und Trauer sowie Tipps für den Notfall. So informiert der Wegweiser etwa über Sicherheitsberater für Senioren, Selbsthilfe, ambulant betreute Wohngemeinschaften, Pflegestützpunkte, Tagespflege, Betreuungs- und Patientenverfügung sowie Rechtsberatung, aber auch über Seniorenclubs, -tanz und -reisen.

Im Kapitel "Freizeit und Bildung" ist ein ausführlicher Abschnitt über das Großherzogtum Luxemburg integriert: "Wir wollten den Wegweiser ursprünglich gemeinsam mit Luxemburg herausgeben", sagt Manfred Hoffmann, Mitarbeiter im Seniorenbüro. "Da die Broschüre mit staatlicher Hilfe finanziert wurde, ging dies nicht, aber wir haben noch einen Fuß in der Tür."

In einigen Bereichen ist die neue Ausgabe des Wegweisers für Senioren ausführlicher gestaltet worden: "Er enthält viele Tipps, beispielsweise bei Pflegebedürftigkeit, oder auch Notfallhilfen, wenn der Schlüssel oder die EC-Karte weg sind. Wichtig war uns zu zeigen, was in Trier machbar ist." Das Redaktionsteam setzte sich zusammen aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung, des Clubs Aktiv, des Seniorenbüros, dem Sozialdienst Katholischer Frauen, dem Mutter-Rosa-Altenzentrum, der Residenz am Zuckerberg, dem Caritasverband, dem Pflegestützpunkt Trier sowie Privatpersonen. Für die reizvollen Landschaftsaufnahmen in der Broschüre zeichnet Richard Krings von der Fotografischen Gesellschaft verantwortlich.

"Dies ist ein Stück Bürgerbeteiligung im besten Sinne", lobt Sozialdezernent Georg Bernarding bei der Vorstellung des neuen Wegweisers für Senioren. Das Seniorenbüro mit seinen Vertrauensleuten in den Stadtteilen sei in den vergangenen Jahren zu einer Anlaufstelle für viele Menschen geworden und arbeite fach- und generationenübergreifend. Mit dem Wegweiser sei ein weiterer Schritt in der Trie rer Pflegestrukturplanung vollzogen worden, ergänzt Franz-Josef Bonfig, Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Der Trierer Wegweiser für Senioren ist kostenlos im Seniorenbüro und im Bürger amt der Stadt Trier erhältlich.