Trierweiler/Newel: Ärger wegen Busfahrten auch in Trierweiler und Newel – Wenn der Nachhauseweg sehr lange dauert

Kostenpflichtiger Inhalt: Trierweiler/Newel : Ärger wegen Busfahrten auch in Trierweiler und Newel – Wenn der Nachhauseweg sehr lange dauert

Mehr als 150 Schüler aus dem Raum Trierweiler/Newel besuchen Schulen in Trier-Ehrang und Schweich. Es gibt nun Ärger wegen der Busfahrten. Und eine gute Nachricht.

Eine Stunde lang darf die Busfahrt vom Heimatort zur Schule dauern. Das gilt allgemein als zumutbar. Einige Kinder und Jugendliche aus Orten der Verbandsgemeinde Trier-Land sind sogar noch länger unterwegs, wenn sie Schulen in Trier-Ehrang und Schweich besuchen. Sie und ihre Eltern fordern daher unter anderem eine andere Linienführung und den Einsatz von zusätzlichen Bussen, damit es schneller und mit weniger Gedrängel vonstatten gehen kann. So einfach ist das jedoch nicht.

Worum geht es? Schüler aus der Verbandsgemeinde (VG) Trier-Land haben es schwer. Da es in der VG keine weiterführende Schule gibt, sind sie hauptsächlich darauf angewiesen, entweder in Trier oder in Schweich einen Platz zu ergattern. Der Weg mit dem Bus aus Trierweiler, Ralingen, Aach und Newel führt jedoch nicht auf direktem Weg vom Schulort zum Heimatort. Stattdessen treffen sich die in Schweich und Ehrang losfahrenden Busse an einer Haltestelle im Sirzenicher Industriegebiet. Dort steigt ein Teil der mehr als 150 Schüler aus den Klassenstufen 5 bis 10 um. Denn ein Bus fährt nachmittags in die Orte rechts der Bundesstraße 51, der andere in die Orte links der Bundesstraße. Die Zahl der mitfahrenden Oberstufenschüler ist übrigens der Kreisverwaltung Trier-Saarburg nicht bekannt, da diese nach eigener Aussage nicht erfasst werden.

Was wünschen sich Eltern und Schüler? Inzwischen hat sich eine Elterninitiative Schulbus FSG gegründet, die sich an die Kommunalpolitiker in der VG Trier-Land gewandt hat. So wollen sie erreichen, dass auf den Landkreis eingewirkt wird, damit künftig mehr Busse fahren und durch andere Routen kürzere Fahrtzeiten möglich werden. Ihnen schwebt auch ein direkter Transport zwischen Heimatdörfern und Schulen vor.

Wie reagiert der Verbandsgemeinderat? In der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats hat Bürgermeister Michael Holstein klargestellt, dass die VG Trier-Land mit dem Einsatz  der betroffenen Schulbussen befasst ist. Eine ähnliche Aussage macht auch Stephan Schmitz-Wenzel, zuständiger Dezernent bei der Kreisverwaltung. Denn im Fall der Verbindung zwischen den Dörfern in der VG Trier-Land und den Schulen in Ehrang und Schweich handelt es sich um einen sogenannten eigenwirtschaftlichen Linienverkehr. Das heißt, dass das Busunternehmen von sich aus angeboten hat, die Linie zu befahren. Sie ist entsprechend im Rahmen der Vorschriften frei, welche Busse wie fahren.

Das sagt das Transportunternehmen Nach Auskunft von Geschäftsführer Ralf Müller von der Firma Müller-Kylltal-Reisen gebe es die Linie bereits seit rund 20 Jahren. Größere Probleme habe es bisher nicht gegeben. Auch das Verteilen der Schüler an der Haltestelle auf die passenden Busse laufe reibungslos. Ralf Müller kann zwar verstehen, dass sich die Eltern kürzere Fahrtzeiten wünschen. „Wir können aber nicht Busse in jedes Dorf schicken“, sagt Müller.

An der Zahl der eingesetzten Busse wird sich laut Geschäftsführer nichts ändern. Trotzdem wird sich etwas tun. „Vermutlich ab kommender Woche wird ein Gelenkbus eingesetzt, der die Schüler in die Dörfer wie Butzweiler und Newel bringt.“

Das machen die Behörden Bei Problemen mit Kindergarten- oder Schulbussen sollen Eltern aus der VG Trier-Land die Ortsvorsteher und Ortsbürgermeister informieren. Diese leiten die dann an die VG-Verwaltung weiter. Die sucht den Kontakt zur Kreisverwaltung.

Die aktuelle Situation wird sich am 1. September 2020 verändern. Dann läuft die Konzession für die bisherige Linie aus. Nach Auskunft von Martina Bosch, Sprecherin der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, wird es hinsichtlich der Fahrzeiten im Regelfall gegenüber der aktuellen Situation keine Veränderungen geben. „Teilweise werden die Orte in einer anderen Reihenfolge angefahren.“ Im Hinblick auf die Diskussion im VG-Rat Trier-Land „werden wir diesen Ansatz nochmals überprüfen“.