Ärmer und anders

Das FWG ist eine sehr gute Bildungseinrichtung, die auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Schöne und lustige Momente, die mir in Erinnerung geblieben sind, gibt es Hunderte: In der männerarmen Nachkriegszeit hatte es manche Unikate in die Lehrkörper der Gymnasien geschwemmt (Frauenquoten kannte man noch nicht), die man in dieser Konzentration später kaum noch finden konnte.

Alle waren aber ausgezeichnete Wissensvermittler! Noch heute muss ich bei jedem Klassentreffen sechs von ihnen schauspielerisch imitieren und die lustigsten Begebenheiten interaktiv nachstellen.
Ohne das FWG wäre mein Leben mit Sicherheit ärmer und anders. Bei einem Ad-hoc-Test an der Uni Bonn waren wir FWGler zudem die besten in Mathe trotz unserer altsprachlichen Ausrichtung. Der vermittelte hohe Grad humanistischer Allgemeinbildung ist sowohl im Beruf als auch im Alltag ungemein bereichernd.
Wolfgang Steinborn (62) war von 1959 bis 1967 am FWG. Er ist Physiker am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Bonn.