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Kommunalpolitik
AfD Trier will ihre Stadtratsmandate verdoppeln

 Die Kandidaten der Plätze eins bis zehn auf der AfD-Liste für den Stadtrat Trier.
Die Kandidaten der Plätze eins bis zehn auf der AfD-Liste für den Stadtrat Trier. FOTO: AfD Trier
Trier. Kreispartei- und Fraktionschef Michael Frisch führt die Kandidatenliste an. Ein ehemaliges CDU-Mitglied steht auf Platz 23.

(red) Der AfD-Kreisverband Trier hat bei einer Versammlung seine Kandidaten für die Stadtratswahl am 26. Mai nominiert. Da die Partei den TV nicht zur Versammlung eingeladen hatte, beruht dieser Bericht im Wesentlichen auf einer Pressemitteilung der AfD.

Im aktuellen Stadtrat ist die AfD mit Michael Frisch und Christa Kruchten-Pulm vertreten. Zum Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl wurde einstimmig der Fraktions- und Parteivorsitzende Michael Frisch gewählt. Die Plätze zwei bis sechs gingen an Christa Kruchten-Pulm, Simon Schröder, Hans Lamberti, Cornelia Doeschl und Elke Pauly.

Frisch: „Den letzten Platz der Liste, der traditionell auch als Ehrenplatz bezeichnet wird, belegt Professor Norbert Hinske, Emeritus für Philosophie an der Universität Trier.“ Er habe nach mehr als 40 Jahren seine Mitgliedschaft in der CDU kürzlich aufgekündigt und sich der AfD angeschlossen.

„Dass auf den ersten sechs Listenplätzen drei Frauen vertreten sind, widerlegt eindrucksvoll das Vorurteil, Frauen würden in der AfD nur eine untergeordnete Rolle spielen“, betont Frisch. Allerdings sind von insgesamt 23 Nominierten nur sechs Frauen.

Frisch weiter: „Es sollte unser Ziel sein, die Ergebnisse von Landtags- und Bundestagswahl in Trier mindestens zu halten, wenn nicht sogar zu steigern. Wenn uns dies gelingt, werden wir mit mindestens vier Mandatsträgern in den Stadtrat einziehen.“

Das Wahlprogramm steht unter dem Motto „Damit Trier lebens- und liebenswerte Heimat bleibt“. Frisch: „Dadurch wollen wir deutlich machen, dass es uns in erster Linie nicht um Parteipolitik, sondern um das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürger geht.“ Die Schwerpunkte lägen auf der Forderung nach mehr direkter Demokratie, einer bürgerfreundlichen Verkehrspolitik, der Sanierung von Schulen und Straßen sowie einer soliden Haushaltspolitik und dem Abbau städtischer Schulden ohne weitere Steuererhöhungen.

„Zudem wollen wir für einen Stopp des geplanten Neubaugebietes Brubach kämpfen, um Menschen und Natur vor dessen schädlichen Folgen zu schützen“, kündigt Frisch an.

„Auch gegen die vorgesehenen Ausgaben von mindestens 70 Millionen Euro für die Sanierung von Tufa und Theater werden wir uns mit Nachdruck einsetzen.“

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Logo_Kommunalwahl_2019 FOTO: TV / Lambrecht, Jana