Beratung : Aids und HIV: Es gibt viel Beratungsbedarf

Trier Informieren, aufklären, miteinander ins Gespräch kommen. Das ist die Intention des Trierer Aids-Tags, der kürzlich im Gesundheitsamt Trier stattfand.

Experten, Betroffene, Angehörige und weitere Besucher informierten sich über HIV und andere durch Sexualkontakte übertragbare Infektionen.
Die Therapie ermöglicht den Betroffenen heute ein nahezu normales Leben (siehe Artikel oben). Es kann verhindert werden, dass Patienten das volle Krankheitsbild von Aids entwickeln. Wichtig für eine erfolgreiche Therapierung ist der Zeitpunkt der Diagnosestellung. Nach wie vor liegen zwischen HIV-Infektion und -Diagnose bei Männern, die Sex mit Männern haben, durchschnittlich fünf Jahre. Bei heterosexueller HIV-Übertragung sind es sechs bis sieben Jahre.
Wie Bernd Geller, Leiter Prävention der Aids-Hilfe Trier mitteilt, sind im Jahr 2016 bundesweit 1100 Infektionen erst bei fortgeschrittenem Immundefekt diagnostiziert worden (in Rheinland-Pfalz 55). 460 Menschen seien 2016 in Deutschland an den Folgen der HIV-Infektion oder einer Aids-Erkrankung gestorben. Diese Zahlen hat das Robert-Koch-Institut ermittelt.
Die Beraterinnen im Gesundheitsamt, die Ärztin Barbara Noldin-Bretz und die Sozialarbeiterin Tanja Zerfaß, bieten in Kooperation mit der Aids-Hilfe Trier regelmäßig niedrigschwellige und szenenahe Beratungs- und Testaktionen an (siehe auch Info). Ein weiterer Schwerpunkt liegt darin, Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen aufzusuchen und aufzuklären.
Die Homepage <%LINK auto="true" href="http://www.sexarbeit-trier.de" text="www.sexarbeit-trier.de" class="more"%> für Prostituierte in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg ist seit einem Jahr online. Sie wird von der AOK finanziert und von der Aids-Hilfe Trier betreut. Hier können sich Frauen in mehreren Sprachen über Gesundheitsthemen und Hilfsangebote informieren.
Es gebe etwa 50 Seitenaufrufe täglich. Man sei bestrebt, die Inhalte und die Vorlesefunktion der Seite zu verbessern, so die Beraterinnen. Ungarisch, Tschechisch und Thai sollen als zusätzliche Sprachen aufgenommen werden. Auch der Schutz vor Hackerangriffen soll intensiviert werden. Angriffe verfolgten das Ziel, automatisierte Weiterleitungen auf kommerzielle Sexseiten zu schalten, um deren Aufrufzahlen zu erhöhen.Extra: VERANSTALTUNGEN ZUM WELT-AIDS-TAG

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