Persönliche Erfahrungen Wie Alkoholismus die ganze Familie gefährdet – und eine Gruppe in Trier Betroffenen Halt gibt

Trier · Die Mutter von Hildegard B. ist Trinkerin, später heiratet sie selbst einen alkoholkranken Mann. Eine Gruppe in Trier ist ihr bis heute eine Stütze, mit dem Erlebten klarzukommen – mithilfe eines Prozesses, der so auf der ganzen Welt angewandt wird.

 Für Hildegard B. war es normal, dass während ihrer Kindheit immer Flaschen auf dem Tisch standen wie auf diesem Symbolfoto. Heute gibt eine Gruppe für Angehörige ihr Halt.

Für Hildegard B. war es normal, dass während ihrer Kindheit immer Flaschen auf dem Tisch standen wie auf diesem Symbolfoto. Heute gibt eine Gruppe für Angehörige ihr Halt.

Foto: Bernardy Katja

Schon als kleines Mädchen spürte Hildegard B., dass in ihrer Familie irgendetwas anders war als in den Familien ihrer Freundinnen. Was genau anders war, habe sie damals nicht benennen können, sagt die heute 68-Jährige. „Denn Alkohol gehörte selbstverständlich zu unserem Leben.“ Die Flaschen hätten immer auf dem Tisch gestanden, morgens, mittags, abends. Erst als sie fast volljährig gewesen sei, habe sie begriffen: „Meine Mutter ist Alkoholikerin.“