Alle fünf Minuten fährt ein Bus zur Uni

Alle fünf Minuten fährt ein Bus zur Uni

TRIER. Auf Stadtbus-Kunden kommen mit dem nächsten Fahrplanwechsel weit reichende Veränderungen zu. Gegenüber den Sparplänen früherer Jahre bringen die neuen Pläne der Stadtwerke-Verkehrs-GmbH echte Verbesserungen. Kernpunkte: Fünf-Minuten-Takt zur Uni, die Anbindung des Neubaugebiets auf dem Petrisberg und die Ausweitung das Nachtbus-Angebots auf Vorfeiertage.

Der letzte Fahrplanwechsel (4. September 2005) liegt erst ein knappes Jahr zurück, und schon müssen sich die Stadtbus-Kunden auf erneutes Umdenken einstellen. Der neuerlichen "Fahrplan- und Linien-Anpassung" stehen aber im Gegensatz zu früher keine Sparzwänge Pate.Alle 20 Minuten nach Zewen/Igel

"Wir wollen uns auf veränderte Gegebenheiten einstellen und vor allem dort reagieren, wo die Nachfrage gestiegen ist", betont Frank Birkhäuer (50), Chef der Verkehrs-GmbH der Stadtwerke. Mehr Nachfrage: Das ist vor allem bei der Anbindung von und zur Universität der Fall, die im kommenden Wintersemester erstmals mehr als 14 000 Studierende besuchen. Die Stadtwerke reagieren auf den Rekord-Ansturm mit einer neuen Strategie. Bislang im 7,5-Minuten-Takt angebunden, steuern künftig (ausgenommen Semesterferien) alle fünf Minuten Busse die Uni an - zwölf über Kürenz (Linien 3 und 16) und acht durch das Olewiger Tal (Linie 6). Die 16 fährt nicht durch die arg belastete Domänenstraße, sondern vom Hauptbahnhof kommend durch Schöndorfer und Avelsbacher Straße zum Campus. Allerdings verabschieden sich die Stadtwerke vom bisherigen 7,5-Minuten-Takt der Linie 3 auf dem Abschnitt Innenstadt-Uni. Neu: Zehn-Minuten-Takt zwischen Haltestelle St. Matthias und Neu-Kürenz; nach Zewen-Igel fährt die 3 künftig alle 20 Minuten (bis 30). Mit einem 60-Minuten-Takt startet die Anbindung des Petrisbergs-Neubaugebiets via Sickingenstraße. Dazu verlängern die Stadtwerke die Fahrtroute der Linie 12 vom der Schützenstraße bis zum Wissenschaftspark. Birkhäuer: "Dieser neue Anschluss kommt dank einer Initiative der Entwicklungsgesellschaft Petrisberg zustande." Viel Neues für Buskunden von und nach Heiligkreuz/Mariahof, Ehrang/Quint und Olewig/Trimmelter Hof. Von Mariahof kommend endet die Linie 8 künftig am Hauptbahnhof. Weiter Richtung Ehrang/Quint (und umgekehrt) geht es mit der Linie 6. So weit, so sicher. Ein zentrale Frage konnte allerdings bislang noch nicht beantwortet werden: Wie gestaltet sich die neue Anbindung der Weismark? Die Stadtwerke würden sich gerne von dem Provisorium verabschieden, das mit der Sperrung der maroden Aulstraßen-Brücke Mitte Juni 2005 aus der Taufe gehoben wurde: Die Linien 3 und 83 fahren eine Ausweichroute über Hopfengarten und Alt-Heiligkreuz. Nun schlagen die Stadtwerke ein neues Konzept vor: Die Linie 5 (Trier-Nord-Treviris) soll über Heiligkreuz zur Weismark fahren. Während die Sternbus-Variante (abends sowie Wochenende und Feiertage) - Verlängerung der Linie 86 nach Heiligkreuz und Weismark - konsensfähig scheint, gibt es für den Werktags-Betrieb offenbar noch Klärungsbedarf. Birkhäuer: "Derzeit werden noch weitere Varianten geprüft." Die Entscheidung darüber wie über das Gesamtpaket der Fahrplan- und Linienanpassung steht auf dem Programm der Stadtwerke-Aufsichtsratssitzung am 9. September.

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