Alles nur halb so wild im Krankenhaus

Trier · "Was passiert, wenn ich nach einem Unfall ins Klinikum Mutterhaus eingeliefert werde?" Diese Frage hat ein Besuch im Mutterhaus in Trier Kindern beantwortet, die beim Zunkunftsdiplom mitmachen.

Trier. Wie fühlt sich ein Gipsarm an, wie eine Ultraschalluntersuchung? Tun Röntgenstrahlen weh, und wie sieht ein gebrochener Arm aus? Diese und viele andere Fragen bekamen die zehn Kinder im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen im Rahmen des Zukunftsdiploms der lokalen Agenda 21 beantwortet. Dabei erfahren die Kinder etwas über umweltfreundliches Wirtschaften, lernen Berufe kennen und sammeln natürlich wichtige Punkte für das Diplom.
Dr. Monika Krause, Chefärztin der Kinder- und Jugendchirurgie, führte die Sechs- bis Zwölfjährigen zusammen mit Kinderkrankenschwester Elisabeth Knauf durch die Kinderambulanz. Ein bisschen bang war den Kindern schon, dass sie nicht gleich mit einer Spritze gepiekst werden. Doch Krause nahm schnell die Angst und machte neugierig.
Dass im Krankenhaus alles nur halb so wild ist, wie sie dachten, stellen die Kinder schnell fest. Sie schauten sich an, wo Krankenwagen und Hubschrauber ankommem, wo Notfälle behandelt werden und was im Schockraum passiert. In der Ambulanz zeigte Krause Röntgenbilder von Knochenbrüchen. Mutige konnten sich einen Verband oder Gips anlegen lassen. "Der Gips ist ungewohnt hart, aber es ist spannend, mal zu wissen wie sich das anfühlt", erzählt die elfjährige Romina, die gerade eine Gipsschiene bekommen hat.
Ultraschall tut nicht weh


Andere ließen sich Ultraschallbilder von der Blase und Leber machen. Das tut gar nicht weh, denn das Gerät arbeitet mit Ultraschall. Das sind Schallwellen, die Menschen nicht hören können. Ähnlich wie die Töne, die Fledermäuse ausstoßen, um sich im Dunkeln zu orientieren. Bei der Untersuchung im Inneren der Menschen werden die Schallwellen wieder zurückgestrahlt, von dem Gewebe aufgenommen, oder sie gehen einfach hindurch. Auf dem Bildschirm entsteht so ein für den Arzt sichtbares Bild des Inneren im Menschen. Und der Patient merkt überhaupt nichts davon.
Zweiter Termin: 26. September


Selbst Knochen mit Schrauben flicken ist, so die Chefärztin, "wie zu Hause ein Ikearegal zusammenbauen". Die Kinder finden den Besuch der Untersuchungsräume super. "Der Röntgenraum war ganz toll, weil ich da so tun durfte, als ob ich selbst geröntgt würde", sagt Philipp (8). "Gefallen hat mit alles sehr gut".
Wer möchte, kann das Mutterhaus auch am 26. September besuchen. Weitere Themen des Zukunftsdiploms im Klinikum sind die "Waschmaschinen gegen Viren", der "Mikrokosmos Mutterhaus" sowie ein "Blick hinter die Kulissen einer Klinikküche". red
Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen findet ihr unter
www.mutterhaus.de oder www.zukunftsdiplom.de