Köwerich: Als Mama die Smartphones wegschloss

Köwerich : Als Mama die Smartphones wegschloss

Die Nachwuchsgruppe des Theatervereins Köwerich begeistert. Der Erlös geht an einen guten Zweck.

Theater hat in Köwerich eine lange Tradition. Bereits seit 1954 gibt es den Theaterverein Köwerich und die Vorstellungen erfreuen sich großer Beliebtheit.

Damit das in Zukunft so bleibt, wird alle zwei Jahre ein Jugendtheaterstück aufgeführt. Im Rahmen eines geselligen Nachmittags führte die Nachwuchsgruppe des Theatervereins ihr neues Stück „Zum Teufel mit der Handysucht“ im vollbesetzten Köwericher Jugendheim auf.

Der lustige Zweiakter stammt aus der Feder von Beate Irmisch und traf genau den Geschmack des Publikums. Die Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren überzeugten dabei restlos und boten eine rundum gelungene Vorstellung, zum Teil auch „off Platt“.

Zwei männliche Darsteller aus dem Nachbarort Klüsserath wirkten in diesem Jahr erstmals mit und halfen damit, wie bereits seit vielen Jahren auch bei den Erwachsenen erfolgreich praktiziert, den „Männermangel“ in Köwerich auszugleichen.

Im Stück „Zum Teufel mit der Handysucht“ dreht sich alles um die allgegenwärtigen Smartphones der Familie Basten. Mutter Marga (Lisa Basten) hält sowohl ihre Kinder Kevin (Louis Roos) und Caro (Lisa Jostock) als auch ihren Mann Leo (Leo Basten) für handysüchtig. Als an Kevins Geburtstag auch noch Oma Lisschen (Carolin Lex) mit einem Handy auftaucht und offenbart, dass sie sich in einem teuren Chatroom angemeldet hat, platzt Marga der Kragen.

Sie beschließt, alle Smartphones bis zum übernächsten Wochenende wegzusperren. Ihre Freundin Hilde (Lea Basten) plagen die gleichen Probleme, und so konfisziert auch sie die Handys ihres Mannes Heinz (Simon Fuchs) und ihres Sohnes Stefan (Alicia Jaeger). Eine schwere Zeit beginnt, aber mit Hilfe der listigen Oma besinnen sich alle auf lang vergessene Gewohnheiten und der Familienfrieden wird wiederhergestellt.

Mit langanhaltendem Applaus wurden die jungen Akteure für ihre tolle schauspielerische Leistung belohnt. Der Reinerlös der Veranstaltung wird wie in den Vorjahren für einen guten Zweck gespendet. Er kommt im Rahmen der anstehenden Dorferneuerung den Kindern und Jugendlichen in Köwerich zugute.

Im Anschluss an die Theatervorstellung stellte sich Norbert Olk in den Dienst der guten Sache und sorgte mit seiner Gitarre für einen weinseligen und stimmungsvollen Ausklang dieser gelungenen Veranstaltung.

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