Alte Meister treffen junge

Eine Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksweisen haben am vergangenen Sonntag die Aussteller beim Markt der Künste präsentiert. Einige der insgesamt 70 Künstler haben in den Räumen der Europäischen Kunstakademie ihre Werke zum ersten Mal ausgestellt und zum Kauf angeboten.

Trier. Zwei riesige Baumstämme beherrschen das Bild, umgeben von unzähligen grünen Blättern. Es sind die Naturmotive, die Peter Kruse faszinieren. Deshalb sind auf fast allen Holzschnitten und Leinwänden, die er auf dem Markt der Künste in der Europäischen Kunstakademie präsentiert, Landschaften zu sehen. Die Malerei ist für ihn nur ein Hobby neben seinem Beruf als Förster in Mehring. Er ist stolz darauf, seine Werke zum ersten Mal auf einem der Ausstellungsstände beim Markt der Künste zu zeigen. "Es macht Spaß, auch andere Künstler hier kennenzulernen und deren Kunst zu sehen", meint der 61-Jährige.

Neben Hobby-Künstlern wie Peter Kruse sind auf dem Markt der Künste viele erfahrene Bildhauer, Zeichner oder Maler vertreten. "Uns ist die Vielfalt wichtig. Besonders aber, dass hier auch Neulinge ihren Platz finden", betont Franz Peter Basten, Vorsitzender des Fördervereins der Europäischen Kunstakademie.

Vom Expressionismus bis zur zeitgenössischen Kunst



Die Bandbreite der verschiedenen Stilrichtungen der Aussteller beim Markt der Künste geht weit auseinander. "Vom Expressionismus bis zur zeitgenössischen Kunst ist alles dabei. Jeder Geschmack der Besucher wird hier bedient", erklärt die Leiterin der Europäischen Kunstakademie, Gabriele Lohberg. Rund 700 Kunstinteressierte haben die diesjährige Auflage des Markts der Künste besucht.

Wer seine Kunstwerke auf der Ausstellung zeigen darf, hat im Vorfeld eine Jury entschieden. "Zugelassen werden nur Künstler, die eine ernsthafte Kunst betreiben", erklärt Basten. Dieses Kriterium haben die insgesamt 70 Aussteller aus ganz Deutschland in der Kunsthalle allesamt erfüllt. Dicht aneinander stehen die einzelnen Stände auf den 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Die Einnahmen aus der Veranstaltung kommen dem Angebot der Europäischen Kunstakademie zugute. Von jedem verkauften Kunstwerk der Aussteller gehen 30 Prozent an den Förderkreis der Akademie. "Auf diese Weise konnten wir im vergangenen Jahr 3000 Euro einnehmen", erklärt Franz Peter Basten zufrieden.

Auch wenn Nachwuchs-Künstler Peter Kruse auf dem Markt der Künste bisher für keines seiner Werke einen Abnehmer gefunden hat, bleibt er zuversichtlich. "Das Verkaufen ist für mich nur zweitrangig. Dabei zu sein ist alles."