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Altstadtfest: Was gut ist, kommt wieder

Altstadtfest: Was gut ist, kommt wieder

Drei Tage großes Programm zwischen Porta Nigra und Viehmarkt: Die 31. Auflage des Trierer Altstadtfestes vom 24. bis 26. Juni setzt auf Bewährtes und wartet samstags zusätzlich mit dem Quattropole-Fest auf, das die beteiligten Städte im jährlichen Wechsel ausrichten.

Trier. Vor Jahresfrist war Lokalmatador Helmut Leiendecker mächtig sauer, weil das 2010er Altstadtfest ohne ihn und seine Bloas über die Bühne ging. Dieses Jahr ist die Mundart-Rockband wieder mit von der Partie (Sonntag, Hauptmarkt, siehe Extra) und mit ihr vieles, was den unter städtischer Regie wiedergewonnenen guten Ruf des größten Volksfestes der Region (mehr als 100 000 Besucher) untermauert. Wie etwa zum Auftakt die Karibische Nacht vor der Porta mit Live-Salsa zum Mittanzen oder exquisite Konzerte auf dem Domfreihof.

Bis 2007, als Straßengemeinschaften jeweils ein eigenes und nicht aufeinander abgestimmtes Programm organisierten, fehlte der rote Faden. Seit die Stadt die Regie übernommen hat, sind Struktur und Anspruch eindeutig: "Wir wollen ein Fest für alle Generationen bieten", erklärt Wirtschafts- und Kulturdezernent Thomas Egger. Dazu gehört wieder das Sicherheitskonzept: Einlasskontrollen sollen verhindern, dass Alkohol und/oder Glas auf die Festmeile geschmuggelt werden - ein Beitrag zur gemütlichen Feststimmung.

Die Abkehr vom Remmidemmi früherer Jahre hat ihren Preis. Voraussichtlich 20 000 Euro kostet der Einsatz von mehreren Dutzend Sicherheitskräften. Das sind gut zehn Prozent des Budgets fürs Altstadtfest, das die Cheforganisatoren Jürgen Backes und Lissy Backes vom städtischen Amt für Kulturmanagement durch Sponsorengelder und Gebühren für die fast 150 Essens- und Getränkestände gedeckt sehen.Aus dem Gemeinschaftstopf des Städtenetzes Quattropole kommen die 50 000 Euro, mit dem das ins Altstadtfest eingebettete Quattropole-Fest rund um die Porta Nigra finanziert wird. Dort präsentieren sich Bands und Kleinkünstler aus Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier. Außerdem werden regionaltypische Speisen und Getränke aus den vier Städten angeboten. Trier ist erstmals Ausrichter des Fests, das 2008 in Luxemburg Premiere hatte.

Weil die Porta an diesem Tag ganz im Quattropole-Zeichen steht, weicht die SWR-3-Band mit ihrem Auftritt vom angestammten Samstag auf den Sonntag aus. Bewährte Programmpunkte wie Pop meets Classic und die Soulfamily (Freitag und Samstag auf dem Domfreihof) sowie regionale Musiker und Kollegen aus Partnerstädten auf dem Kornmarkt sind "gesetzt", Guildo Horn hingegen sucht man vergeblich im Programm. Gas tronom Eric Naunheim, der fürs Viehmarkt-Programm zuständig ist, würde den aus Trier stammenden Entertainer und seine Band "sehr gerne engagieren", wäre dabei aber "auf zusätzliche Sponsorenhilfe angewiesen, die derzeit nicht in Sicht ist". Dafür haben er und Matthias Schwarz, Marketing-Chef bei der Trierer Sparkasse, einen anderen Trumpf im Ärmel: Die Kult-Moderatoren Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf sollen ins Samstagsprogramm eingebunden werden und ihre schräge Show sowohl auf dem Domfreihof als auch auf dem Viehmarkt abziehen. rm.

Porta-Bühne: Karibische Nacht mit Bloque 53 (Barcelona) und Oku & The Reggaerockers (Homburg) am Freitag, Quattropole-Fest (mit u. a. Project 54) am Samstag.
Stadtwerke-Bühne Hauptmarkt: Boogie Wonderland (Freitag), Bee-Gees-Coverband Nightfever (Samstag), Leiendecker-Bloas (Sonntag)
Sparkasse/RPR-Bühne Domfreihof: Pop meets Classic mit Frank Rohles & Friends (Freitag), Soulfamily (Samstag), Kubanischer Abend mit Sonoc de las Tunas (Sonntag)
RTL-Radio-Bühne Kornmarkt: Brassmachine (Freitag), The Wild Bobbin\' Baboons (Samstag), Patricia Kelly & Thomas Schwab (Sonntag)
Louisiana-Bühne Viehmarkt: DJ-Shows Freitag und Samstag; Sonntag "Café del Mar" mit u. a. Food Coma und Schrader & Parisi. rm.