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Am Flussufer zählt die Handarbeit - Das gibt's beim Moselschätze Designmarkt am Samstag

Am Flussufer zählt die Handarbeit - Das gibt's beim Moselschätze Designmarkt am Samstag

Zum fünften Mal lockt der Moselschätze Designmarkt am Samstag, 22. Juli, in Trier. Bunt und kreativ wird es wie jedes Jahr. Einer der Veranstalter verrät aber schon vorab die Besonderheiten und Neuerungen.

"Ich glaube, unsere Kombination ist gut, und wir haben einfach ein rundes Konzept", sagt Jochen Leuf über den Moselschätze Designmarkt in Trier. Dieser geht am Samstag, 22. Juli, von 11 bis 19 Uhr zum fünften Mal am Moselufer auf Höhe der Jugendherberge Trier über die Bühne.

Jochen Leuf ist einer der Mitgründer des Projekts Kulturkarawane. Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Trier Alternativkultur zu schaffen. Die Idee ist ganz einfach: Es sollen Veranstaltungen geschaffen werden, die bunter, verrückter und außergewöhnlicher als sonst sind. Leuf sagt selber: "Wir haben immer ausgefallene Orte für unsere Projekte. Das gefällt Besuchern und Ausstellern."

Beim Moselschätze Designmarkt präsentieren etwa 50 Künstler ihre Werke und Ideen. Von Taschen über Schmuck bis hin zur Seife ist fast alles vertreten. Leuf: "Wir haben viele Stammaussteller, die von Anfang an dabei sind. Aber uns ist vor allem die Mischung zwischen neuen und alten Ausstellern wichtig." Dem TV verrät er schon mal ein paar seiner Lieblingsausstellungsstücke. Sie sind ihm besonders im Gedächtnis geblieben.

Ein Aussteller ist Maik. Seit er 13 Jahre alt ist, sammelt er Skateboards. Seine Devise: "Neues geht auch aus ,alt'." Aus benutzen Skateboards fertigt er Kochlöffel, Blumenboards, Zahnbürstenhalter und vieles mehr an.
Aber auch für den Badezimmergebrauch wird einiges geboten. Die Konditor-Bade-Meisterin Claudia zaubert aus reinen, natürlichen Ölen, Wein, Honig und Milch "Badeleckereien". Ihre handgemachten Stücke sehen aus wie Pralinen. Reinbeißen sollte man allerdings nicht. Gemacht sind sie zum Duschen, Peelen und Baden.
Von Papierkunst ist Mitgründer Leuf ebenfalls angetan. Er berichtet von einer Familie, die ursprünglich aus dem Vietnam kommt. Nun schaffen sie filigrane Formen und Muster aus Papier. Und das alles in vielen Einzelschritten und liebevoller Familienarbeit.

Und diese vorgestellten Künstler mit ihren Werken sind nur ein paar der beim Markt am Samstag erscheinenden. "Dass Außergewöhnliche ist, dass alle Sachen handgemacht sind und es sie nicht in jedem Geschäft zu kaufen gibt", berichtet der 37-Jährige.

Neben den vielen Ausstellungsstücken muss der Magen aber nicht leer bleiben. Von Fleisch über Vegetarisches bis hin zu veganen Speisen ist alles vertreten. Damit bei der erwarteten Hitze auch genug getrunken wird, steht das Team vom Saarweingut Weber Brüder mit den verschiedensten Weinsorten bereit.

Um sich mit guter Musik, mitten im Grünen und mit Blick auf den roten Felsen richtig entspannen zu können, gibt es dieses Jahr statt einem sogar zwei Entspannungsbereiche. Dort können sich die Besucher einfach nur ausruhen oder unter Schirmen Zuflucht vor der Sonne finden. Leuf gerät ins Schwärmen: "Ich mag unseren Ausstellungsort einfach. Er liegt mitten in der Natur und direkt an der Mosel. Da kann man auch mal die Füße ins Wasser hängen." Kinder können sich schminken lassen, T-Shirts bemalen und vieles mehr.

Besonders am Herzen liegt den Veranstaltern das Ticketmobil, das in diesem Jahr auch am Start ist. Nur da können Musikbegeisterte Tickets für das "Überall & Hier Festival" am 26. und 27. August in den Kaiserthermen zum Sonderpreis erwerben. Neben vielen anderen Bands tritt dabei unter anderem das Duo "von Brücken" mit dem Ex-Sänger von Jupiter Jones, Nicholas Müller, auf.

Jochen Leuf freut sich aber erst einmal auf den Designmarkt: "Der Markt ist ein Selbstläufer. Er ist jedes Jahr gut besucht gewesen und findet viel Zuspruch."Extra: DIE WURZELN DER KULTURKARAWANE

Das Projekt Kulturkarawane wurde 2013 von den drei Gründern Jochen Leuf, Aline Pichon, Toby Urban und vielen weiteren ins Leben gerufen. Das gemeinnützige Projekt will durch bunte Veranstaltungen Trier lebendiger machen. Die Initiatoren wollen durch generationenübergreifende Konzerte und verschiedene Märkte an außergewöhnlichen Orten Veranstaltungen jenseits des Massenkonsums und festgefahrener Strukturen schaffen.