Am kommenden Sonntag steht das Impro-Theater erstmals mit „Bei Zuruf: Geh!schichte“ auf der Kasino-Bühne. Die Zuschauer reden wieder ein Wörtchen mit.

Trier : SponTat mit neuem Format

Am kommenden Sonntag steht das Impro-Theater erstmals mit „Bei Zuruf: Geh!schichte“ auf der Kasino-Bühne. Die Zuschauer reden wieder ein Wörtchen mit.

Impro-Theater ist nichts für Leute, die zum Lachen in den Keller gehen. Und wer auf der Bühne steht, darf kein Selbstdarsteller oder jemand mit vorgefertigten Szenen im Kopf sein.

Die Kunst liegt darin, dass die Schauspieler spontan aufeinander eingehen. „Es ist wie ein Ping-Pong-Spiel“, sagt Hannah Swoboda, künstlerische Leiterin von SponTat. „Einer sagt was, und der andere muss es annehmen.“ Und es gibt Regeln: Eine ist, gut zuzuhören und hinzuschauen.

Die SponTäter wie sich Swoboda, Karin Pütz, Stephan Vanecek, Karin Jostock und Benjamin Kelm nennen, machen seit mehr als einem Jahrzehnt Impro-Theater, so wird das Improvisationstheater gerne knapper bezeichnet.

Wer „Bei Zuruf: Mord“ oder „Bei Zuruf: Liebe“ schon einmal miterlebt hat, weiß, dass auf Zuruf der Zuschauer Spontanes auf der Bühne entsteht, sich bewundernswerte Kreativität Bahn bricht, und man vor der Schlagfertigkeit des Ensembles den Hut ziehen möchte.

Am kommenden Sonntag gehen sie zu dritt – Hannah Swoboda, Karin Pütz und Stephan Vanecek – mit dem neuen Programm „Bei Zuruf: Geh!schichte“ im Kasino am Kornmarkt auf die Bühne. „Vier Genres spielen wir, aber nur eine Geschichte wird bis zum Ende erzählt“, verrät Pütz.

Runde für Runde entscheidet das Publikum, ob es eine herzerfrischende Familiensaga, eine dramatische Arztserie, den blanken Horror oder ein fetziges Musical sehen möchte. Mit oder ohne Happy End, auch das wird sich erst augenblicklich ergeben.

Während der Probe, die laut Vanecek keine ist, sondern ein Training, da das Geschehen auf der Bühne aus dem Stegreif entsteht, lässt sich erahnen, dass die Zuschauer das neue Format wohl lieben werden.

Dazu werden auch Techniker Matthias Lanz und der in Frankfurt lebende Musiker Frank Rosenberger beitragen. Sofern Lanz nicht mit dem Wegwischen von Lachtränen beschäftigt ist, schafft er es, etwa eine gruselige Szene mit gezielten Schweinwerfereinstellungen noch schauriger erscheinen zu lassen.

Was SponTat zur Premiere von „Bei Zuruf: Geh!schichte“ am Sonntag, 13. Januar, spielen wird, bestimmt das Publikum auf Zuruf mit.

 Fest steht nur, es wird voller Emotionen sein. Denn auch das ist eine Regel des Improtheaters, die SponTat vorzüglich beherrscht: die Geh!schichten gehen garantiert zu Herzen.

Die erste Vorstellung am  Sonntag ist bereits ausverkauft. Karten gibt es für  Sonntag, 10. Februar, bei Ticket Regional und an der Abendkasse. Am Sonntag, 10. März spielt SponTat „Bei Zuruf: Liebe“, am Sonntag, 14. April und Sonntag, 12. Mai, „Bei Zuruf: Mord“. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www. sponTat.de
Übrigens: Der SponTäter Benjamin Kelm ist derzeit wegen eines Schauspielstipendiums für zwei Jahre in New York.

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