Am Roten Faden durch die Musikgeschichte

Am Roten Faden durch die Musikgeschichte

Halb Vorlesung, halb Klavierkonzert: Zu einer ganz besonderen Veranstaltung hatte der Verein zur Förderung der Karl-Berg-Musikschule eingeladen. Pianist Siegfried Mauser führte durch die Epochen und erklärte, wie sich das jeweils "Neue" in den Werken der alten Meister äußert.

Trier. Skrjabins Reduktionismus, Beethovens Kontraste oder Schönbergs Atonalität - die leidenschaftlichen Darbietungen des Pianisten Siegfried Mauser beim Gesprächskonzert zum "Neuen" in der Musik im Kammersaal der Karl-Berg-Musikschule rissen die Zuhörer mit. Sie erlebten eine lehrreiche und unterhaltsame Spurensuche in der Musikgeschichte. Seine Ausführungen veranschaulichte Mauser an Beispielen aus der klassischen Musik, die er am Flügel selbst zum Besten gab.
"Von der Zeit der Wiener Klassik im 18. Jahrhundert an wurde der Begriff mit Originalität, Individualität und Innovation verknüpft", erklärte Mauser. Mozart sei der erste gewesen, der den Anspruch erhob, in seinen Werken wiedererkannt zu werden, was in den darauffolgenden Jahrhunderten bis in die heutige Zeit zur Ambition eines jeden Komponisten wurde.
"Bei Mauser hat man das Gefühl, an einem roten Faden durch die Musikgeschichte geleitet zu werden, bis hin zum Feuerwerk", zitierte Gertrud Emmrich, Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Karl-Berg-Musikschule, der zu dem Konzert eingeladen hatte, einen Besucher.
Dieses Feuerwerk wurde in Form von Hindemiths Suite "1922" dargeboten und markierte einen würdigen Abschluss für die Veranstaltung. Die Gäste spendierten dem Pianisten einen kaum enden wollenden Applaus. tok