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Amok-Fehlalarm an Trierer Berufsschule: Polizei ermittelt gegen Unbekannte

FOTO: Friedemann Vetter
Trier. Der Amok-Alarm am Berufsbildungszentrum am Trierer Paulusplatz vom letzten Freitag, der zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehren und Hilfsdiensten führte, hat laut Polizei möglicherweise strafrechtliche Konsequenzen. red

Zunächst hatte ein Unbekannter einen für den Fall einer Amok-Gefahr vorgesehenen Alarm an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft ausgelöst. Die Schulverantwortlichen überprüften dies und konnten zunächst keinen Hinweis auf eine Amok-Gefahr feststellen.

Noch während der Überprüfungen hörten die Verantwortlichen die drei Knallgeräusche, die sie im Gesamtzusammenhang als Schüsse einstuften. Daraufhin entschieden sie, einen weiteren - jetzt als erforderlich eingestuften - Amokalarm auszulösen, der nun in den Großeinsatz von Polizei und Rettungsdiensten mündete.

Glücklicherweise stand zum Einsatzende fest, dass es keine wirkliche Gefahr für die Schulgemeinschaften gab. Dennoch mussten im Rahmen der Geschehnisse insgesamt 14 Schüler ärztlich versorgt werden. Die Herkunft der Knallgeräusche ist bisher noch nicht abschließend ermittelt.

Der erste Alarm war offenbar missbräuchlich ausgelöst worden. Die Kripo Trier hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen eingeleitet und bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0651/9779-2290 zu melden.

Insbesondere Schüler der betroffenen Schulen werden gebeten, ihre Beobachtungen mitzuteilen. Die Polizei weist in darauf hin, dass es sich bei der missbräuchlichen Benutzung von Notrufen aller Art nicht um Bagatelldelikte, sondern um schwerwiegende Straftaten handelt. Fehlalarme dieser Art können Menschenleben gefährden und die öffentliche Sicherheit massiv beeinträchtigen.