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Amokfahrt in Trier: Mehrere Tote und Verletzte, Fahrer festgenommen

Mehrere Tote : Amokfahrt: Mutmaßlicher Täter stammt wohl aus Trier

Das ist bislang bekannt über die Amokfahrt durch die Trierer Innenstadt. Der Fahrer des Unglückswagens wurde festgenommen. Hier gibt es eine erste Zusammenfassung der Erkenntnisse.

Nach volksfreund.de Informationen handelt es sich bei dem mutmaßlichen Amokfahrer um einen Mann aus Trier. Er soll 51 Jahre alt sein. Es heißt, dass er oft alkoholisiert gewesen und sich häufig in der örtlichen Dönerbude betrunken haben soll. Ob er psychische Probleme gehabt hat, ist unklar.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer äußerte sich entsetzt. „Ich bin schockiert und tief erschüttert über die Tat in meiner Heimatstadt Trier. Mein tiefes Beileid gilt den Angehörigen der Toten. Allen Verletzten wünsche ich, dass sie bald und schnell genesen. Danke an alle Einsatzkräfte“, sagte sie. Sie ist auf dem Weg nach Trier zu der Unglücksstelle. Ebenso wie Innenminister Roger Lewentz (SPD).CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf und CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner haben sich erschüttert gezeigt über die Amokfahrt. „Die Nachrichten aus Trier lassen uns schockiert und tief betroffen zurück. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten vor Ort. Wir trauern mit den Angehörigen der Toten. Wir danken den Helfern und Rettungskräften für ihre Arbeit. Jetzt gilt es die weiteren Ermittlungen abzuwarten.“

Der Sprecher der Bundesregierung Steffen Seibert twittert: „Was in #Trier geschehen ist, ist erschütternd. Die Gedanken sind bei den Angehörigen der Todesopfer, bei den zahlreichen Verletzten und bei allen, die in diesem Moment im Einsatz sind, um die Betroffenen zu versorgen.“

Kurz nach 14 Uhr meldete die Polizei, dass es in der Trierer Innenstadt zu einem Zwischenfall gekommen ist. Ein Auto soll mit hoher Geschwindigkeit von der Grabenstraße über die Simeonstraße Richtung Porta Nigra gerast sein und dabei mehrere Menschen erfasst haben. Zunächst ist von mehreren Verletzten die Rede. Die Polizei warnt davor, in die Stadt zu gehen, bittet die Menschen zu Hause zu bleiben. „Mehrere Verletzte, die von einem Auto angefahren wurden, in der Fußgängerzone in #Trier. Bitte meidet den Bereich, die Polizei ist gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften vor Ort“, twittert die Polizei kurz nach dem Vorfall.

Amokfahrt in Trier – Die erste Pressekonferenz

Schulen in der Innenstadt informieren die Eltern, dass sie ihre Kinder abholen sollen, damit diese nicht allein durch die Stadt nach Hause gehen. Eine Stunde nach dem Vorfall spricht der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe von einer Amokfahrt. Augenzeugen berichten, dass das Auto mit sehr hoher Geschwindigkeit duch die Fußgängerzone gerast ist, Passanten, die erfasst wurden, seien durch die Luft geschleudert worden.

Die Polizei twitterte: „Mehrere Verletzte, die von einem Auto angefahren wurden, in der Fußgängerzone in #Trier. Bitte meidet den Bereich, die Polizei ist gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften vor Ort.“ Die gesamte Innenstadt ist abgeriegelt. Mehre Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz. Vor dem Dom wird eine provisorische Einsatzzentrale errichtet. Und kurz danach: „Wir haben eine Person festgenommen, ein Fahrzeug wurde sichergestellt. Zwei Menschen sind nach ersten Erkenntnissen verstorben. Bitte meidet weiterhin die Innenstadt.“ Die Polizei hat offenbar das Auto des mutmaßlichenTäters in der Christophstraße gerammt. Auf Augenzeugenvideos ist zu sehen, wie ein Mann auf dem Boden liegt und von mehreren Beamten festgehalten wird.

Später heißt es dann seitens der Polizei, dass es mehrere Tote gegeben haben soll. „Mehrere Tote und Verletzte in der Trierer Innenstadt. Ein Fahrer ist gefasst. Nähere Infos werden folgen. Die Versorgung der Verletzten hat absoluten Vorrang!“

Die Polizei bittet Augenzeugen, keine Videos und Fotos von dem Zwischenfall im Internet zu verbreiten.

Oberbürgermeister und Polizei wollen in einer Pressekonferenz über den Stand der Dinge informieren.

Auf einem Augenzeugenvideo ist zu sehen, wie der festgenommene Fahrer des Fahrzeugs von mehreren Polizisten in die Dienststelle der Polizeiinspektion Trier, bzw. der Kriminalpolizei in der Kürenzer Straße geführt wird.