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Amokfahrt in Trier: Vier Minuten, die die Moselstadt verändert haben

Amokfahrt : Vier Minuten, die Trier verändert haben: Was zum Gedenken am Jahrestag der Amokfahrt geplant ist

Jahrestag der Amokfahrt in Trier: Am Mittwoch gedenkt die Region der Opfer des Verbrechens, das bundesweit Entsetzen ausgelöst hat.

„Trier trauert, Trier leidet, aber Trier resigniert nicht.“ Mit diesen Worten brachte Oberbürgermeister Wolfram Leibe vor einem Jahr die Gefühlslage einer traumatisierten Stadt und ihrer Bürger auf den Punkt.  Am 1. Dezember 2020 war ein Amokfahrer mit seinem Geländewagen durch die Fußgängerzone gerast, ehe sich der Tatverdächtige wenig später festnehmen ließ. Fünf Menschen starben, Dutzende wurden teils lebensgefährlich verletzt. Viele leiden heute noch an den körperlichen oder seelischen Folgen des Gewaltverbrechens.

Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Amokfahrt in Trier

Mit Veranstaltungen im Dom und der Konstantinbasilika wird Trier am Mittwoch, dem Jahrestag der Amokfahrt, der Opfer gedenken. Der Gottesdienst im Dom beginnt um 13.46 Uhr mit einem vierminütigen Glockengeläut. Um genau 13.46 begann vor einem Jahr die viereinhalbminütige Amokfahrt des 52-jährigen Tatverdächtigen, gegen den seit August vor dem Trierer Landgericht wegen mehrfachen Mordes  verhandelt wird. Über ein mögliches Motiv des bis dahin strafrechtlich nicht in Erscheinung getretenen Mannes wird weiter gerätselt.

Am Jahrestag des Verbrechens steht aber nicht der Täter im Fokus, sondern es geht vor allem um die Opfer und Hinterbliebenen. Der unter anderem von Triers Bischof Stephan Ackermann und Vizepräses Christoph Pistorius von der Evangelischen Kirche geleitete Gottesdienst wird live vom Südwestrundfunk im Fernsehen übertragen. Abends gibt es ein Requiem mit dem Philharmonischen Orchester und mehreren Chören in der Konstantinbasilika.

Schon in den Tagen zuvor soll am vorläufigen Gedenkort an der Porta Nigra eine Steinplatte angebracht werden. Der Trierer Steinmetz Henning Wirtz hat die Gedenktafel aus Grünsandstein zur Erinnerung an die Opfer des Gewaltverbrechens  gefertigt.

 Der Trierische Volksfreund wird natürlich ausführlich über die Gedenkfeierlichkeiten berichten – online auf volksfreund.de  und in der gedruckten Ausgabe. Aber wir beleuchten das Thema auch im Vorfeld des Jahrestags.   Wie fühlen sich die Menschen, die das schreckliche Geschehen in der Fußgängerzone miterlebt haben, heute? Wie hat sich die Stadt in dem einen Jahr verändert? Und was sagt Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der damals einer ganzen Stadt aus der Seele gesprochen hat?