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Amokfahrt-Prozess Trier: Angeklagter klagt über Nikotinentzug und Kopfweh

Amokfahrt Trier : Angeklagter klagt über Nikotinentzug und Kopfweh - Verhandlung zeitweilig unterbrochen

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Amokfahrer von Trier ist am Dienstag für eineinhalb Stunden unterbrochen worden. Grund waren angebliche gesundheitliche Beschwerden des Angeklagten.

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Amokfahrer von Trier wird ungeachtet der von dem Angeklagten reklamierten gesundheitlichen Beschwerden fortgesetzt. Das hat die fünfköpfige Erste Schwurgerichtskammer des Landgerichts am Dienstagvormittag entschieden. Zuvor war die Verhandlung für etwa anderthalb Stunden unterbrochen worden. Ein herbeigerufener Amtsarzt hatte den Angeklagten in einer Arrestzelle untersucht und für verhandlungsfähig erklärt.

Am Dienstagmorgen hatten die Verteidiger des 52-Jährigen erklärt, ihr Mandant sei nicht in der Lage, der Hauptverhandlung zu folgen. Er habe Kopfschmerzen und friere am ganzen Körper, sagte seine Verteidigerin Martha Schwiering. Aus diesem Grund trage er auch eine rote Anstaltsjogginghose, die wärmer sei als eine Jeans.

Ob die gesundheitlichen Beschwerden möglicherweise auch mit dem Nikotinentzug zu tun habe, könne man nicht sagen, meinte der zweite Verteidiger Frank K. Peter. Laut Schwiering wurde dem Mann in der Wittlicher Justizvollzugsanstalt aus disziplinarischen Gründen das Taschengeld gesperrt. Deswegen habe er seit vier Tagen keinen Tabak mehr.

Oberstaatsanwalt Eric Samel sagte, er mache dieses Spielchen nicht mit. Der äußerlich wie immer auftretende Angeklagte sei schließlich kein 12-jähriger Teenager, sondern ein erwachsener Mann.

Nach einer viertelstündigen Beratungspause entschied das fünfköpfige Gericht, einen Amtsarzt zu rufen. Der entschied nach einer Untersuchung, dass der Angeklagte verhandlungsfähig sei. Jetzt wird der Mordprozess mit der Vernehmung weiterer Zeugen fortgesetzt.