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Amokfahrt Trier: Gedenkskulptur Porta Nigra mit Träne steht im Stadtmuseum

Amokfahrt Trier : Gedenkskulptur Porta Nigra mit Träne steht jetzt im Stadtmuseum

Ein Ziel des Spendestags von Johannes Kolz und Henning Wirtz vergangene Woche ist erreicht worden: Die Gedenkskulptur der Porta mit einer Träne zur Erinnerung an die Opfer der Amokfahrt am 1. Dezember bleibt in Trier und ist nun frei zugänglich zu sehen.

Nachdem die Grafik mit dem gleichen Motiv von Cartoonist Johannes Kolz versteigert worden war, sollte die Skulptur von Steinmetz Henning Wirtz ebenfalls versteigert werden. Nach dem 1. Dezember waren sowohl die Grafik, die unter der Skulptur zu sehen ist, als auch die Skulptur entstanden – als Symbol der Trauer. Doch einige Menschen hatten sich bei Kolz gemeldet, mit der Befürchtung, dass die Skulptur bei einer Versteigerung auf einem privaten Grundstück verschwinden könnte (der TV berichtete).

Statt der Versteigerung gab es somit vergangenen Mittwoch einen Spendentag. Auf dem Spendenkonto der Stadt Trier für die Opfer der Amokfahrt am 1. Dezember in Trier und ihre Angehörigen wurde damit weiteres Geld gesammelt. Am Spendentag erhielt Kolz Nachrichten, wie viel Geld die Menschen auf das Spendenkonto der Stadt überwiesen haben: Durch den Spendentag kamen demnach 12 023,80 Euro auf dem Konto hinzu.

Bis ein endgültiger Platz für die Skulptur in der Stadt gefunden wird, war das Ziel, die Skulptur frei zugänglich und coronakonform aufzustellen. Seit Montag steht die Gedenkskulptur im Stadtmuseum, einsehbar vom Brunnenhof. Die Kommunikation mit dem Stadtmuseum sei sehr unkompliziert gewesen, sagt Kolz. „Mit nur einem Anruf war geklärt, dass die Skulptur an diesem Platz stehen kann. Elisabeth Dühr (Museumsdirektorin beim Stadtmuseum) hat sofort eingewilligt. Die Skulptur wurde auch direkt am Montag noch aufgebaut. Das ist jetzt die optimale Lösung, und ich bin wirklich froh damit“, erzählt er.

Auf ein dringliches Anliegen macht Kolz noch aufmerksam: „Ich bitte jeden, der sich die Skulptur anschauen geht, keine Kerzen davor aufzustellen, da es sich immer noch um ein Museum handelt.“