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Amokfahrt von Trier: Schweigeminute im Stadtrat für sechstes Opfer - „Fast ein Jahr um sein Leben gekämpft"

Schweigeminute im Stadtrat : Triers OB Leibe würdigt das sechste Todesopfer der Amokfahrt: „Fast ein Jahr um sein Leben gekämpft" (Video)

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Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe zum sechsten Todesopfer der Amokfahrt

Nach der furchtbaren Nachricht, dass es ein weiteres Opfer der Amokfahrt von Trier gibt, hat Oberbürgermeister Wolfram Leibe am Montag Einblicke in das Leben des 77-jährigen Opfers gegeben. Im Stadtrat wurde am gleichen Abend eine Schweigeminute abgehalten.

Am 1. Dezember 2020 starben in Trier fünf Menschen, als ein Amokfahrer durch die Fußgängerzone raste. Nun steht fest, dass es noch ein sechstes Todesopfer gibt. Das bestätigte die Stadt Trier am Wochenende. Am 22. Oktober 2021 starb demnach ein Mann an den Folgen seiner Verletzungen, die er bei der Amokfahrt von Trier erlitten hatte. Seine Ehefrau war unter den ersten Todesopfern.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe erzählte am Montag davon, wie er den 77-Jährigen erlebt hatte. Es waren bewegende Worte über einen Mann, der nach dem furchtbaren Ereignis ein festes Ziel hatte.

OB Leibe über das sechste Opfer der Amokfahrt in Trier

„Am Tag der Amokfahrt ist die Ehefrau getötet worden. Der Ehemann hat jetzt fast ein Jahr um sein Leben gekämpft“, fasst Triers Oberbürgermeister die traurigen Ereignisse zusammen. „Er wurde dann aus der Reha entlassen und sein größter Wunsch war, seine Gattin zu beerdigen.“

Dieser Wunsch wurde ihm letztlich erfüllt. Er konnte bei der Beisetzung von seiner Frau Abschied nehmen. Leibe berichtet aber auch davon, dass sich die Dinge anschließend schlecht entwickelten: „Kurze Zeit später musste er wieder in die Klinik eingeliefert werden, und leider ist er am Freitag vergangener Woche verstorben.“

Amokfahrt-Opfer wollte anderen Mut machen

Der Oberbürgermeister würdigte den 77-Jährigen, als „ein Mensch, der es trotz dieses Schicksals geschafft hat zu lachen und uns Mut zu machen.“ Hiervon zeigte sich Leibe tief beeindruckt. Er würdigte außerdem die Familie des Verstorbenen, die alles möglich gemacht hat, um ihm zu helfen.