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Ampelblitzer in Trier ahnden Rotlichtverstöße

Aufgepasst : Ab heute gibt es Punkte an Trierer Ampeln - Welche Blitzer im Betrieb sind

Am heutigen Montag wird es ernst für Autofahrer in Trier: Die Ampelblitzer, die bisher nur im Testmodus arbeiteten, werden an drei Ampeln „scharf“ geschaltet. Ab dem Zeitpunkt drohen Punkte und weitere Sanktionen.

Die Testmessungen der Ampelblitzer verlaufen aus Sicht des Ordnungsamts der Stadt Trier durchweg positiv. Elmar Geimer, Abteilungsleiter der städtischen Bußgeldstelle, sagt: „Die Technik läuft einwandfrei und die Mitarbeitenden des Ordnungsamts haben sich in das neue Aufgabengebiet einarbeiten können.“ Die bisherigen Tests verliefen unter anderem im Wasserweg und in der Kaiserstraße. Das Ordnungsamt stellte dort pro Tag jeweils etwa zehn Verstöße fest. Am Martinsufer wurden im Testbetrieb an knapp zwei Tagen insgesamt 36 Rotlichtverstöße verzeichnet.

Bisher hatten die Rotlichtverstöße keine Folgen für die Verursacher. Das ändert sich nun. Der städtische Verkehrsüberwachungsdienst wird  am Montag, 9. August, mit dem echten Messbetrieb beginnen. Gestartet wird an drei Standorten (Wasserweg, Kaiserstraße und Martinsufer). Erfolgen die weiteren Eichtermine zeitnah, rechnet das Ordnungsamt bis Anfang September mit dem Start des Messbetriebs am Pacelliufer (Hohenzollernstraße) und in der Luxemburger Straße (Niederkircher Straße). Der Start am sechsten Standort (Pacelliufer/Pellinger Straße) steht noch nicht fest. Die Anlagen laufen rund um die Uhr, ohne dass Überwachungskräfte vor Ort sein müssen.

Bei Missachtung des Rotlichts unter einer Sekunde ohne Gefährdung des Verkehrs gibt es eine Geldbuße von 90 Euro sowie einen Punkt in der Verkehrssünderkartei. Mit Gefährdung unter einer Sekunde sind 200 Euro, vier Wochen Fahrverbot und zwei Punkte fällig. Ist die Ampel länger als eine Sekunde rot und man überfährt sie, ohne andere zu gefährden, werden 200 Euro fällig sowie zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Mit Gefährdung anderer kostet es 320 Euro zusätzlich zu den zwei Punkten und dem Fahrverbot. Mit Sachschaden erhöht sich die Geldstrafe auf 360 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, kann dies auch ein Straftatbestand mit entsprechend höheren Strafen sein.