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Ampelblitzer in Trier: Bessere Standorte gesucht

Neue Kontrollstellen : Neue Ampelblitzer in Trier verschoben: Ein Wunschstandort deutet sich an

Gleich drei neue Ampelblitzer sind am 1. Dezember im Südwesten der Stadt Luxemburg in Betrieb gegangen. Auch in Trier sollte eigentlich noch in diesem Monat eine weitere Blitzersäule aufgestellt werden. Insgesamt sollen es einmal zwölf Standorte sein.

Wer zu schnell oder zu spät ist, hat das Nachsehen. An mehreren Stellen im Stadtgebiet gibt es bereits an Ampeln Blitzersäulen. Die darin eingebauten Kameras lösen aus, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde oder die Ampel bereits Rot zeigte. Die Stadt will weitere Säulen bauen lassen. Doch das ist offensichtlich schwieriger als gedacht.

Über den Sinn oder Unsinn der stationären Anlagen war anfangs heftig diskutiert worden. Ähnlich wie bei der Frage, ob die Stadt Trier die Zuständigkeit für die Kontrolle der Geschwindigkeiten auf Trierer Straßen übernehmen sollte. In beiden Fällen hat sich wohl die Erkenntnis durchgesetzt, dass durch die intensivere Überwachung der Straßenverkehr für alle Nutzer sicherer geworden ist.

Wo kommt der nächste Ampelblitzer in Trier hin?

Sicher war sich die Stadtverwaltung im frühen Herbst, dass noch in diesem Jahr die erste der insgesamt sechs zusätzlichen Blitzersäulen aufgestellt wird. Doch es hakt offensichtlich an entscheidender Stelle. Auf Anfrage sagt Björn Gutheil, Sprecher der Stadtverwaltung Trier, dass sich die Errichtung der ersten Säule ins kommende Jahr verschieben werde. Grund: „Probleme bei der Realisierung des Standorts.“

Wo dieser Standort liegt, teilt die Behörde weiterhin nicht mit. Deutet man die Aussagen von Ordnungsamtschef Christian Fuchs in einer Ausschusssitzung richtig, ist wohl die Kreuzung unweit der Kreisverwaltung Trier-Saarburg der Wunschstandort. Dort treffen Ostallee, Gartenfeldstraße, Mustorstraße sowie der Straßenzug An der Schellenmauer/ Weimarer Allee aufeinander. In der Nähe dieser Kreuzung war Mitte 2021 ein 21-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Ein junger Mann war dort vermutlich mit rund 100 Kilometern pro Stunde durch die Stadt gejagt und hatte den 21-Jährigen etwa auf Höhe der Tankstelle erwischt.

Mehr Standorte, nicht mehr Kontrollen

Bisher gibt es sechs Standorte von sogenannten Blitzersäulen in der Stadt, an denen theoretisch zu jeder Tages- und Nachtzeit kontrolliert wird, ob jemand das Rotlicht der Ampel ignoriert oder jemand zu schnell fährt. Sechs weitere Standorte sollen insgesamt hinzukommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die motorisierten Verkehrsteilnehmer nun noch mehr darauf achten müssen, dass sie erlaubt schnell fahren und bei Rot an der Ampel ihr Fahrzeug anhalten. Denn es gibt weiterhin nur drei Kameras, die in die Säulen eingebaut werden.

Da es durchaus möglich ist, dass kein Gerät in der Säule eingebaut ist, kommen Rot- und Temposünder in Trier oft ungeschoren davon. Es werden jedoch auch viele erwischt. Wo es am häufigsten blitzt, lässt sich noch nicht genau sagen. Denn erst seit Februar sind alle sechs Säulen im Betrieb.

Einmündung Pellinger und Luxemburger Straße führen Hitlisten an

Ein Zwischenbericht der Verwaltung aus dem September ergab, dass besonders oft am Säulenstandort Pacelliufer Süd an der Einmündung der Pellinger Straße Rotlichtsünder aufgefallen sind. Es waren mehr als 600. Mit etwas mehr als 400 Rotlichtverstößen folgte die Kontrollstelle am Martinsufer

Bei den Geschwindigkeiten sah die Sache anders aus. Die Zahl der geblitzten Verkehrsteilnehmer an der Luxemburger Straße, kurz vor dem Ortseingang Zewen, hat bei etwa 7500 gelegen. Mit rund 4700 zu schnellen Fahrzeugen folgt der Blitzer an der Ecke Pellinger Straße/ Pacelliufer. In beiden Kategorien fielen an den übrigen vier Messstellen vergleichsweise wenig Fahrer auf.

Blitzersäulen gibt es derzeit auch noch an der Kreuzung Schöndorfer Straße/Wasserweg, Einmündung Hohenzollernstraße, in Höhe Katharinenufer/ Ausoniusstraße/ Martinsufer sowie in der Kaiserstraße an der Einmündung der Hindenburgstraße.