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An der Mosel regiert die Qualität

An der Mosel regiert die Qualität

Mit dem zweiten Moselkongress nimmt die Dachmarke Mosel an Fahrt auf. Ein Jahr nach dem Start in Cochem stellten die Akteure die Start-Ergebnisse vor: Mit dem Internetauftritt der Dachmarke soll das Logo möglichst weit gestreut werden und die Qualität der "Moselbetriebe" ausgebaut werden.

Grevenmacher. Das Flaggschiff der luxemburgischen Flussschifffahrt, die "MS Princess Marie-Astrid", schippert gemächlich von Grevenmacher nach Konz. Im Inneren aber geht es mit großen Schritten bei der Dachmarke Mosel voran. Knapp 250 Entscheidungsträger von der Mosel - aus Frankreich, Luxemburg und Deutschland - stellen beim zweiten Moselkongress die Weichen für den Fortschritt bei der noch jungen Dachmarke Mosel. Trier-Saarburgs Landrat Günther Schartz sieht schon in der internationalen Zusammensetzung "ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit" an der Mosel. Mit der Regionalinitiative könnten die Menschen in der Region die bestehenden Strukturen weiter ausbauen: "Wir können hier an der Mosel gemeinsam viel gewinnen. Wir können die Region auf verschiedene Arten voranbringen."Als Vehikel der inneren und äußeren Identität bietet sich das Herkunftszeichen "Mosel Weinkulturland" an. Das Logo steht allen Menschen in der Region zur Verfügung und soll auf Weinetiketten, Brötchentüten, Rechnungen und Internetseiten sowie auf allen möglichen Werbeträgern den Schriftzug der Dachmarke in alle Welt tragen.Landrätin Beate Läsch-Weber (Landkreis Bernkastel-Wittlich), gleichzeitig Leiterin der Steuerungsgruppe der Initiative, setzt auf das "Wir-Gefühl" der Initiative. "Wichtig ist, dass alle Menschen in der Region sich mit der Idee identifizieren. Zusammen sind wir stark." Vor allem hätten sich die Arbeitsgruppen in den vergangenen Monaten mit Qualitätskriterien auseinandergesetzt. Ziel sei es nämlich, mit dem erweiterten Qualitätssignet den Kunden ein Versprechen abzugeben: Betriebe, Einrichtungen, Veranstaltungen, Dienstleistungen und Produkte aus der Region dürfen es nur tragen, wenn sie sich in regelmäßigen Abständen prüfen lassen.Wie weit die Initiative diesen Weg schon beschritten hat, zeigte die anschließende Diskussion mit Winzern, Hotelbetreibern und Dienstleistern. Ein Höhepunkt war zudem der Startschuss für das Internetportal der Regionalinitiative. Wirtschaftsstaatssekretär Siegfried Englert schickte das Portal gemeinsam mit den regionalen Akteuren ins Netz. Der Staatssekretär versprach allen Beteiligten, dass das Land die Initiative auch weiterhin begleite.Bei seinem Schlusswort betonte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Trier, Arne Rössel, dass die Initiative gerade diese Hilfe benötigt. "Wir brauchen ein Projektmanagement und hoffen hier auf Finanzierung durch das Leader-Programm." Mit den "WeinErlebnisBegleitern" - deren Interessengemeinschafts-Vorstand stellvertretend ausgezeichnet wurde - hat die Initiative bereits beste Botschafter für ihre Ideen im Werk.