Anders herum geht’s besser

TRIER. Triers Rosenmontagszüge werden nicht langweilig. Schon deshalb nicht, weil sie alle paar Jahre ihre Marschrichtung ändern. Der Narren-Treck 2006 zieht am 27. Februar von Nord nach Süd – genau anders herum als im vergangenen Jahr.

Der Rosenmontagszug mal wieder anders herum - diese Ankündigung des Präsidiums der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) heizte sogleich die Gerüchteküche an und sorgte für wilde Spekulationen. Von einsamen Entscheidungen und Willkür sowie von schnöden gastronomischen Erwägungen (Messeparkhalle statt Riverside als Schauplatz der lukrativen Nach-dem-Umzug-Party) war die Rede. "Alles Quatsch!", kontert ATK-Sprecherin Gabrielle Le Gohic-Gouin. "Die Richtungsänderung erfolgt ausschließlich aus organisatorischen und logistischen Gründen und hat gegenüber der Süd-Nord-Variante eindeutige Vorteile." Dies hätten bei einer Vorbesprechung zum Ablauf des Rosenmontagszugs alle anwesenden Vertreter von Behörden bestätigt: "Die Herrschaften waren angesichts der von uns vorgeschlagenen Streckenführung erleichtert und begrüßten sie ausdrücklich", betont die ATK-Sprecherin. Markus Kohl, der wie 2005 auch diesmal als Polizei-Einsatzleiter beim Rosenmontagszug fungieren wird, bestätigt das gegenüber dem TV: "Im vergangenen Jahr gab es massive Probleme bereits bei der Aufstellung im Bereich Medardstraße/Schammat und in der Aulstraße. Da die Aulstraßen-Brücke inzwischen für Verkehr über 2,8 Tonnen gesperrt ist, ist in der Aulstraße nun gar keine Aufstellung mehr möglich." Die Auffassung, dass sich die - im Gegensatz zu 2005 Baustellen-freie - Herzogenbuscher Straße als Sammelort für die Wagen und Fußgruppen der Teilnehmer als problemloser erweise, werde auch vom städtischen Straßenverkehrsamt geteilt, berichtet Kohl. Narren-Treck löst sich in den Moselauen auf

Außerdem seien die Moselauen ein "optimaler Ort, um den Zug aufzulösen. Im umgekehrten Fall mussten wir immer die A-602-Abfahrt zum Verteilerring sperren." Insofern spricht vieles dafür, dass nach dem Hin und Her der vergangenen Jahre die neuerliche Richtungsänderung vorläufig die letzte gewesen sein wird. Und so sieht der Zeitplan zum größten Narren-Umzug der Region (voraussichtlich rund 100 Zugnummern und 100 000 Zuschauer entlang der fünf Kilometer langen Strecke) aus: Aufstellung von 9 bis 12 Uhr; ab 11 Uhr ist die Herzogenbuscher Straße für den "nicht karnevalistischen Verkehr". Start ist um 12 Uhr. Die Zug-Spitze dürfte gegen 15 Uhr in St. Matthias (Trier-Süd) eintreffen. Der närrische Lindwurm zieht dann über die Konrad-Adenauer-Brücke und löst sich am Messegelände in den Moselauen auf. Von dort aus wird ein Bus-Pendelverkehr in die Herzogenbuscher Straße angeboten. Anmeldung für den Rosenmontagszug nimmt Zugleiter Udo Ringel noch bis zum 21. Februar entgegen (Telefon 0651/80695 und 0176-22279165, E-Mail: UdoRingel@arcor.de).