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Angeblicher Grapscher auf dem Weihnachtsmarkt: Weiterhin keine weiteren Zeugen

Zeugen gesucht : Angeblicher Grapscher auf Trierer Weihnachtsmarkt Keine weiteren Zeugen

Die sechs bis acht Frauen, die laut eines Passanten vorige in der Trierer City sexuell belästigt worden sein sollen, haben sich bislang nicht bei der Polizei gemeldet.

Auch eine Woche nachdem ein 30-Jähriger auf dem Trierer Kornmarkt mehrere Frauen sexuell belästigt haben soll, haben sich keine weiteren Zeugen des angeblichen Vorfalls und auch keins der Opfer bei der Polizei gemeldet. Das bestätigte Polizeipressesprecher Uwe Konz auf Nachfrage des Trierischen Volksfreunds.

Ein Passant hatte am Dienstag voriger Woche der Polizei gemeldet, dass ein Mann auf dem Kornmarkt sechs bis acht Frauen nacheinander gegen deren Willen umarmt und auf den Mund geküsst haben soll. Die Polizei nahm den Verdächtigen und seinen Begleiter anschließend auf dem Weihnachtsmarkt fest. Beide Männer waren laut zuständigem Untersuchungsrichter stark alkoholisiert und wurden daher über Nacht in eine Ausnüchterungszelle gesperrt.

Die Polizei suchte per Aufruf in verschiedenen Medien nach weiteren Zeugen und bat auch die betroffenen Frauen, sich zu melden. In ihrer Pressemitteilung sprach die Polizei anfangs von mehreren Zeugen und mehreren Hinweisen, räumte anschließend allerdings ein, dass nur der eine Passant den Vorfall gemeldet habe. Auch anschließend seien keine weiteren Hinweise auf die mögliche Straftat eingegangen.

„Die Ermittlungen laufen weiter. Wir haben keinen Anhaltspunkt dafür, dass der Zeuge unglaubwürdig ist und gehen weiter davon aus, dass seine Schilderung des Vorfalls den Tatsachen entspricht“, erklärt Polizeisprecher Konz. „Wir sind uns sicher, dass mehrere Menschen die Sache beobachtet haben müssen, die Szene allerdings vielleicht anders interpretiert haben oder sich aus unbekannten Gründen nicht bei uns gemeldet haben.“

Die Polizei hatte in der Pressemitteilung auch die Herkunft des verdächtigen 30-Jährigen angegeben, der aus Nordafrika stammt. Im Internet wurde die Meldung teilweise rassistisch kommentiert.

Die Polizei sucht weiter nach Zeugen des Vorfalls und möglicherweise betroffenen Frauen, Telefon: 0651/9779-3200.