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Antike, Natur und Zorn der Götter

Antike, Natur und Zorn der Götter

Mit unvergesslichen Eindrücken kehrten 18 Schüler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums von einer Studienreise aus Griechenland zurück. Mit Texten, Referaten und Filmen hatten sie sich auf diese Fahrt vorbereitet.

Trier/Athen. (red) Im Mittelpunkt der Studienreise stand die Begegnung mit den klassischen Stätten der Antike. Ob im Orakel des Apollo in Delphi oder der Geburtsstätte der Demokratie auf der Akropolis und der Agora in Athen, ob in der Burg des sagenumwobenen Griechenführers vor Troja, Agamemnon, in Mykene oder am Denkmal des Freiheitskämpfers Leonidas an den Thermopylen - überall erlebten die Griechisch-Leistungskursler der Jahrgangsstufen elf und zwölf den Unterricht an den Originalschauplätzen in einer ganz neuen Dimension. Zu den Höhepunkten gehörte der Wettlauf im ersten Stadion der Welt in Olympia. Die byzantinische Epoche und die griechische Orthodoxie kamen bei Besichtigungen in Mystra und den Meteora-Klöstern zur Geltung. Abgerundet wurde die Fahrt, die die FWG-Stiftung "res et verba" unterstützte, von der beeindruckenden Natur Griechenlands: Sie präsentierte sich mit ihren urwüchsig-zerklüfteten Gebirgslandschaften, den fruchtbaren Ebenen, den Küsten und Buchten nicht nur in aller Vielfalt, sondern ließ - wie aus heiterem Himmel - mit einem Erdbeben der Stärke 6,5 auf der Richterskala in den Gymnasiasten am Ende ihrer Fahrt auch eine leise Ahnung davon aufkommen, warum die Menschen in alter Zeit hinter den Naturgewalten das Wirken der Götter sahen. Nicht weniger interessant war die ständige Konfrontation mit der fast 3000-jährigen Kontinuität der griechischen Sprache - tagtäglich machten die Schüler aufs Neue die Erfahrung, dass sich mit den im Unterricht erworbenen Kenntnissen des Altgriechischen im modernen Griechisch sehr vieles erschließen lässt.