Anwohner aus Trier-Süd sind besorgt: Wegen Bauarbeiten wird die Hohenzollernstraße bis Ende Juli 2020 voll gesperrt.

Kostenpflichtiger Inhalt: Verkehr : Neue lange Baustelle in Triers Süden

Anwohner aus Trier-Süd sind besorgt: Wenn ab Ende Oktober in der Hohenzollernstraße und Krausstraße neue Leitungen verlegt werden, bringt das eine Vollsperrung bis Ende Juli 2020 mit sich. Die Parkplatzsituation im Quartier verschärft sich.

Die überraschende Nachricht kam per Post. „Die Stadtwerke erneuern die Versorgungsleitungen und erweitern ihr Versorgungsnetz. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich über die Hohenzollernstraße und der zweite Bauabschnitt über die Krausstraße.“  So weit, so gut. Doch dann der Pferdefuß: „Für die gesamte Baumaßnahme ist eine Vollsperrung nötig. Die Maßnahme beginnt voraussichtlich in der Kalenderwoche 45 (4. November bis 10. November) 2019 und endet voraussichtlich in der Kalenderwoche  31 (27. Juli bis 2. August), 2020.“ Das sind etwa neun Monate.

Einer der Anwohner ist Wolfgang Ewald, der in Erbengemeinschaft ein Mehrfamilienhaus in der Krausstraße vermietet. Er selbst wohnt in Trier-Süd, und er ärgert sich – über die Informationspolitik der Stadtwerke, über die fehlende Begründung zum Bauzeitplan und darüber, dass die SWT den Anwohnern keine Ersatzlösungen fürs Parken anbieten.  „Die Informationspolitik der Stadtwerke halte ich für suboptimal“, sagt er gegenüber dem TV. Das Schreiben vom 4. Oktober sei die erste Info  überhaupt gewesen. „Die Anwohner wird das sehr berühren. Es gibt jetzt schon zu wenig Parkmöglichkeiten. Weniger Parkplätze bedeuten auch mehr Parksuchverkehr im Quartier. Gibt es Ersatz? Außerdem gehört zu einer Bürgerinformation ein Bauzeitplan. Ich möchte wissen, warum die Maßnahme so lange dauert.“

Sperrung Hohenzollernstraße. Foto: TV/Schramm, Johannes

 Carsten Grasmück, Pressesprecher der SWT,  informiert auf TV-Nachfrage, dass die Bauarbeiten so viel Zeit in Anspruch nehmen, da alle Sparten betroffen seien. „Es werden sowohl der Kanal als auch die Strom-, Erdgas- und Trinkwasserleitungen erneuert sowie zusätzlich Leerrohre für Glasfaser verlegt.“

Um die Unannehmlichkeiten für die Anwohner möglichst gering zu halten, werde daher in zwei Bauabschnitten gearbeitet. Für den ersten Bauabschnitt muss die Hohenzollernstraße in Richtung Pacelliufer zwischen Wyttenbachstraße und Krausstraße von November 2019 bis Ende Februar 2020 gesperrt werden. Die zehn bis 15 Parkplätze in diesem Straßenabschnitt fallen ersatzlos weg, die Parkplätze in der Hohenzollernstraße unterhalb der Baumaßnahme dagegen bleiben. Der Verkehr wird in beide Richtungen über die beiden Fahrspuren vom Pacelliufer in Richtung Hubert-Neuerburg-Straße umgeleitet. Hier müssen 30 Parkplätze und der Fahrradweg weichen.

Anwohner müssen also nach Abstellmöglichkeiten für ihre Fahrzeuge auf die Suche gehen. Ewald befürchtet Staus und Schleichverkehr im gesamten Südviertel.

Um den Verkehr im Fluss zu halten, richtet die Stadt einen provisorischen Kreisel im Kreuzungsbereich Hubert-Neuerburg-Straße/Hohenzollernstraße/Krausstraße ein.  Sowohl die Krausstraße als auch die Wyttenbachstraße werden aus Richtung Saarbrücker Straße zur Sackgasse. Für Fahrradfahrer soll die Durchfahrt weiter in beide Richtungen möglich sein.

Im zweiten Bauabschnitt erneuern die Stadtwerke bis voraussichtlich Ende Juli 2020 die kompletten Leitungen in der Krausstraße.   Mehrere Unterabschnitte haben die Planer dafür vorgesehen, von der Hohenzollernstraße aus bis über die Kreuzung Saarbrücker Straße. Starten wollen sie damit im Anschluss an die Arbeiten in der Hohenzollernstraße.

Autos und Fahrräder leitet die Stadt  dann über die Wyttenbachstraße um, lediglich die Anwohner der Krausstraße können ihre Wohnung bis zum jeweiligen Baufeld erreichen. Allerdings gilt auch für sie: Je nachdem welcher Unterabschnitt gerade „dran“ ist, fallen diese Parkplätze weg.

Am Montag wollen die Verantwortlichen der Stadtwerke noch einmal mit dem Tiefbauamt sprechen, um sich in Sachen Straßenausbau genau abzustimmen. „Dann“, verspricht Carsten Grasmück, „werden wir die Anwohner noch einmal mit einem detaillierten Anschreiben informieren.“

Fragen zu der Baumaßnahme in Trier-Süd  beantworten die Trierer Stadtwerke unter der Telefonnummer 0651/717-3600.

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