Anwohner gucken in die Röhre

Trier-Ehrang · Die Kanalarbeiten in der Straße Hinterm Tor verzögern sich wegen des Wetters. Die Straße ist seit dem 1. Oktober eine Baustelle. Die Bewohner werfen den Stadtwerken vor, sie würden nicht informiert, was den Verlauf der Arbeiten betrifft.

 Am 21. Dezember soll die Sackgasse Hinterm Tor wieder befahrbar sein. TV-Foto: Barbara Cunietti

Am 21. Dezember soll die Sackgasse Hinterm Tor wieder befahrbar sein. TV-Foto: Barbara Cunietti

Trier-Ehrang. Acht, dann zehn, nun zwölf Wochen. Die Sackgasse Hinterm Tor in der Nähe der Niederstraße in Ehrang ist seit mehr als zwei Monaten eine Baustelle. Am 1. Oktober haben die Stadtwerke (SWT) mit der Erneuerung der Leitungsinfrastruktur angefangen. Über den Zeitplan der Arbeiten herrscht aber Unklarheit unter den Bewohnern der Straße.
"Wir wissen gar nichts", klagen zwei Einwohnerinnen. Die Häuser von Susanne Schmitt-Hau und Anita Klauß sind direkt am Graben. "Wir waren bis jetzt sehr geduldig, mein Vorplatz ist praktisch Teil der Baustelle geworden. Wir möchten aber klare Informationen haben", sagt Klauß.
Verkehrssicher vor Weihnachten



Ursprünglich hätte die Straße schon Ende November wieder befahrbar sein müssen. "Wir konnten den Zeitplan aufgrund des Wetters nicht einhalten", sagt Carsten Grasmück, Pressesprecher der SWT. "Dafür bitten wir die Anwohner um Entschuldigung."
Noch am vergangenen Donnerstag wurde Schmitt-Hau gesagt, am selben Tag werde die Straße zugemacht. Auf TV-Anfrage verraten die SWT das Datum: "Bis zum 21. Dezember soll eine verkehrssichere Oberfläche hergestellt werden", sagt Grasmück. Damit seien die Tiefbauarbeiten weitestgehend abgeschlossen. Die endgültige Asphaltdeckschicht werde im Frühjahr 2013 eingebaut, sobald die Witterung es wieder zulässt.
Was die Kommunikation mit den Bewohnern betrifft, sagen die SWT, dass sie eine Hotline haben. "Wir können ja anrufen, aber wir bekommen keine klaren Aussagen", antworten die Frauen.
Die Arbeiten bringen auch weitere Probleme mit sich. In die Straße können die Bewohner nicht einfahren. Das heißt, sie müssen woanders parken. "Die Ausweichparkplätze reichen nicht aus", sagt Schmitt-Hau. "und dort parken sowieso andere Leute". Ein rechtliches Problem betrifft auch die PKW-Versicherung: "Mein Auto ist als Garagenwagen versichert, nun steht es auf der Straße", sagt Klauß. "Ich kann zwar der Versicherung Bescheid sagen, doch weiß ich nicht genau, wie lange ich über keine Garage verfüge."
Den Frauen zufolge sei die Straße auch unsicher. Die Holzbretter, die den Graben zudecken, sind bei Schnee und Regen besonders rutschig und es gibt keine Beleuchtung. "Als ich nach einer Leuchte gefragt habe, hat man mir gesagt, das wird unmittelbar gelöst", sagt Klauß. "Nach einer Woche gibt es noch keine." Doch das wird sich zumindest ganz schnell ändern. "Geplanter Termin für die Oberflächenbeleuchtung ist Mittwoch", sagt Grasmück.
Nun hoffen die Einwohner darauf, dass auch für das gesamte Projekt das Licht am Ende des Baustellen-Tunnels nah ist.

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