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Anwohner kämpft für Grundschule

Anwohner kämpft für Grundschule

Das Ende der Grundschule Kürenz (Soterstraße) ist beschlossene Sache, doch nicht alle Stadtteil-Bewohner wollen sich damit abfinden. Thomas Schon setzt sich für die Erhaltung der Schule ein und dafür alle Hebel in Bewegung.

Trier-Kürenz. OB Klaus Jensen und alle 56 Stadtratsmitglieder bekommen heute Post von Thomas Schon. Dessen Anliegen ist es, das bereits beschlossene Aus für die Grundschule rückgängig zu machen. "Es macht absolut keinen Sinn, sie zu schließen", findet der 48-jährige Betriebswirt, "Aber es gibt viele gute Gründe, warum sie erhalten werden sollte."
Schon, Vater dreier Kinder, von denen das jüngste noch in der Soterstraße zur Schule geht, führt zum einen den technischen Zustand des Gebäudes an: Der sei "tadellos und dem Stand der Technik entsprechend. Vor zwei Jahren erst wurde die Heizungsanlage mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket des Bundes erneuert."
Die Zahl potenzieller Schüler aus dem Stadtteil sei stabil und würde in den kommenden Jahren sogar wachsen. Dass die Zahl der angemeldeten Erstklässler gesunken ist, führt Schon darauf zurück, "dass der Schulstandort Kürenz seit 2008 totgeredet wird. Viele Eltern glaubten, er rentiere sich nicht mehr für ihre Kinder". Schon spricht sich nicht nur nur dafür aus, die Schule zu erhalten, sondern sie sogar auszubauen und damit eine höhere Auslastung zu ermöglichen. Durch eine Anpassung der Schulgrenzbezirke könnte zum Beispiel eine Entlastung für Tarforst geschaffen werden, die dort einen zusätzlichen Neu- oder Anbau überflüssig mache. Nach Einschätzung von Thomas Schon gibt es "keinen vernünftigen Grund" für eine Schließung der Schule in der Soterstraße. Sein Verdacht: "Sie wird geopfert, um die Schaffung einer vierzügigen Grundschule in Trier-Nord mit Millionenbeträgen aus dem Konjunkturprogramm des Bundes zu rechtfertigen."
Schon hat nicht nur OB und Stadtrat angeschrieben, sondern sich auch an die Schulaufsichtsbehörde ADD und das Mainzer Bildungsministerium gewandt. Außerdem habe er einen Termin beim Landesbürgerbeauftragten Dieter Burgrad beantragt, der am 4. Juni eine Bürgersprechstunde im Trierer Rathaus abhält. rm.