Apfelbäume im Parkhaus

Als ich neulich mit meinem Fahrrad auf dem Weg zu meiner Stammkneipe bin, parkt doch plötzlich der Dingsbums von der Sparbank, äh Volkskasse mit seinem dicken Schlitten direkt vor mir. Ich direkt zu ihm: "Ah Herr …" Ich könnt mich schwarz ärgern, aber ich komm' nicht mehr auf den Namen.

Schließlich gehören mein Haus, mein Auto und mein Schlauchboot ja zum größten Teil der Bank, und da kann man ja schon mal freundlich "Hallo" sagen.Als der mich ganz offziell mit "Herr Josef" und so weiter begrüßt, fall' ich fast vom Rad. Normalerweise kennt mich ja jeder nur als Jupp, gestatten Jupp, Viezjupp eben. Nach der Anrede schwant mir schon Böses. "Ah ,ich sehe Sie sind ganz en vogue wie unser OB. Seitdem der das Ruder im Rathaus übernommen hat, fährt die halbe Stadt ja plötzlich mit dem Rad." Ich guck mich grad um, um zu sehen, ob der Jensen bei mir auf dem Gepäckträger sitzt, da ist der Mann von der Dingsdabank auch schon wieder weg. Naja, aber die Idee mit dem Rad ist doch ganz toll. Dann könnte man ja die Parkhäuser viel besser nutzen. In Bitburg beispielsweise wollten ja mal ein paar ganz Schlaue ihre Haschpflänzchen im Bunker anbauen. Aber da war der Zoll nicht ganz damit einverstanden. Aber Apfelbäume in Triers Parkhäusern. Das wär's doch. Und was hätten wir dann für einen Viez. Echte Trierer Ware - dat ging doch ab.

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