Auch 2019 heißt es im Nells Park Hotel wieder: Auf die Töpfe, fertig, los! Im Rahmen der Azubi-Challenge müssen angehende Köche eine kniffelige Aufgabe lösen.

Trier : 100 Gäste, neun  Köche, vier Stunden

Auch 2019 heißt es im Nells Park Hotel wieder: Auf die Töpfe, fertig, los! Im Rahmen der Azubi-Challenge müssen angehende Köche eine kniffelige Aufgabe lösen.

Es ist heiß, es qualmt und alle zwei bis drei Minuten ertönt ein Piepsen im Raum. Mit dem Piepsen geht jeweils ein lautes „Ist wieder an“ oder „Ist wieder aus“ einher. Es ist der Strom, der die ganze Zeit ausfällt und den Azubi-Köchen das Leben schwermacht. Hier im Nells Park Hotel wird heute gekocht, was das Zeug hält. Es ist 17.05 Uhr. Seit 14 Uhr stehen die neun Kandidaten nun schon vor dem Herd, mit dem Ziel, die Azubi-Challenge 2019 zu gewinnen. Sie haben noch knapp eine Stunde und werden von der Jury, die aus drei Meisterköchen aus Nordrhein-Westfalen besteht, strengstens beobachtet.

Eine stressige Situation, die  dem einen oder anderen die Suppe versalzen kann.

„Da zeigt sich, wer  gut vorbereitet ist und einen Ablaufplan hat. Aber auch, wer improvisieren kann“, sagt Eva Eckardt aus Köln, Küchenmeisterin und Jurymitglied. Geachtet werde generell mit unterschiedlicher Wichtigkeit auf die Menüausarbeitung, die Mise en Place, Sauberkeit, Materialverwendung, Anrichteweise, Geschmack, Konsistenz und Zeiteinteilung.

Alle sehen konzentriert aus, einige schneiden ihr Gemüse in Rekordschnelle, andere nehmen hektisch ihren Topf vom Herd. Der Druck ist jedem anzusehen.

„Mittlerweile geht’s bei mir wieder. Eben war ich sehr gestresst, aber im Moment läuft alles wieder nach Plan. Ich habe enorme Prüfungsangst und mache deshalb hier mit. Das wird mir bei meiner Abschlussprüfung hoffentlich die Angst ein wenig nehmen.“ Maike Maes ist gerade mal 22 Jahre alt, kommt aus Trier und vertritt den Eurener Hof.

Während die Situation das Blut der Kandidaten zum Kochen bringt, kommen in aller Ruhe die Gäste an. Es sind 100 Teilnehmer insgesamt, die sich auf eine Speise freuen dürfen. Die Aufgabe für jeden der jungen Köche: 50 halbe Portionen zaubern.

Die Eingangshalle, in der die Gäste mit Sekt und Vorspeise empfangen werden, füllt sich so langsam. Es herrscht eine sehr entspannte Stimmung, die der des Nebenraums nicht ähnelt. Hier herrscht ein langsameres Tempo „Die Stimmung ist hervorragend. Ich wünsche den Teilnehmern ein gutes Gelingen und dass alles so funktioniert, wie sie es sich erhoffen“, sagt Thorsten Dautermann (44) aus Rockenhausen (Donnersbergkreis). Schnell tummeln sich um ihn bekannte Gesichter, die mit großer Freude von ihm begrüßt werden. Viele der Gäste kennen sich untereinander, kommen jährlich hierher und verbringen einen aufregenden Abend miteinander.

„Wir sind hier wie eine Familie“, sagt Uwe Fusenig, der Vorsitzende des Vereins der Köche Trier, stolz. Er organisiert diese Veranstaltung jährlich und empfängt mit Freude und einem Lächeln die Gäste. „Es ist schön, sich jedes Jahr wieder zu treffen, zu essen, zu reden und gleichzeitig junge Leute bei ihrer Karriere zu unterstützen.“