Auch die Kloschinskystraße kostet

Groß, grau und mit Solarmodul ausgestattet stehen sie seit wenigen Tagen in der Kloschinskystraße. Bei den Anwohnern sorgen die Parkscheinautomaten für Verwunderung - und Angst vor Strafzetteln. "Hier ist Anwohnerparken vorgesehen", informiert die Stadt.

In der Kloschinskystraße wurden Parkscheinautomaten aufgestellt: Im Maarviertel kommt nun die seit langem geplante Bewirtschaftung in Verbindung mit Anwohnerparkplätzen. TV-Foto: Dorothee Quaré-Odenthal

Trier-Nord. Dirk Vogelbacher ist verärgert. Vor wenigen Tagen hat der Anwohner die neu aufgestellten Parkscheinautomaten in der Kloschinskystraße entdeckt. Bewohnerparkausweise in Vorbereitung

"Die Informationspolitik der Stadt finde ich sehr defizitär", sagt er. "Man hätte doch zumindest einen Zettel mit einer Telefonnummer anbringen können." Er hoffe auf eine Lösung für die Anwohner sowie deren Besucher. Ralf Frühauf, Pressesprecher der Stadt Trier, informiert über das im Maarviertel vorgesehene Anwohnerparken: "Das Straßenverkehrsamt bereitet die Bewohnerparkausweise vor. Eine umfangreiche Information der Anwohner ist in Vorbereitung." Es seien bereits drei Parkscheinautomaten aufgestellt worden, die in Betrieb genommen würden, wenn die Anordnung des Straßenverkehrsamts zum Bewohnerparken vorliege.Es werde im Maarviertel drei Bewohnerparkzonen geben, informierte die Stadt Trier bereits im vergangenen Februar. In der Zeughaus- und Wilhelm-Leuscher-Straße genüge eine Parkscheibe, der Allgemeinheit stehe das Parkhaus in der Engelstraße zur Verfügung. "Wenn ich in der St.-Mergener-Straße wohne, darf ich beispielsweise auch in der Maar- oder Kloschinskystraße parken", erläutert Doris Steinbach, Mitglied im Ortsbeirat Trier-Nord. Verstärkte Kontrollen

In der "Projektgruppe Stadtteilrahmenplan" hat sie sich mit anderen Bürgern für eine Verkehrsberuhigung des Maarviertels durch Maßnahmen wie Anwohnerparken eingesetzt: Der bislang kostenlose große Parkplatz in der Kloschinskystraße ist weithin bekannt und wird regelmäßig von Fremdparkern genutzt."Der wird auch dann noch rappelvoll sein", vermutet Anwohner Harald Remy. Viele Autofahrer störten sich nicht daran, gelegentlich fünf Euro Bußgeld zahlen zu müssen."Es wird eine anfängliche Karenzzeit geben", sagt Doris Steinbach. "Wir haben aber darauf gedrungen, dass auch danach verstärkt kontrolliert wird."