1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Auch Irscher wollen Kreisel in Filsch

Auch Irscher wollen Kreisel in Filsch

Mit Fragen des fließenden Verkehrs im Trierer Stadtteil Irsch, um Irsch und um Irsch herum hat sich der Ortsbeirat des Höhenstadtteils in seiner ersten Zusammenkunft im neuen Jahr beschäftigt. Es ging um den geplanten Kreisel am Filscher Haus und die Geschwindikietsbegrenzung auf der L 143.

Trier-Irsch. Der Ortsbeirat von Trier-Irsch ist ganz auf der Seite des Nachbarn aus Filsch, wenn es um die Forderung nach einem Verkehrskreisel am Filscher Haus geht. Fast jeder redet vom Filscher Häuschen, nur der Trier-Irscher Ortsvorsteher Karl-Heinz Klupsch (CDU) benutzt die Verkleinerungsform nicht. Und das nicht nur bei der Ortsbeiratssitzung im Proberaum des Musikvereins Trier-Irsch im Grundschulgebäude."Nicht zu Ende gedacht"


Auch der Tagesordnungspunkt vier ist mit "Filscher Haus" umschrieben. Das sei nun mal die offizielle Bezeichnung, so Karl-Heinz Klupsch im Gespräch mit dem TV. Herbert Gehlen (CDU) pflichtet ihm bei: "Die Älteren sagen alle Filscher Haus." Hellhörig wurde Klupsch nach der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Trier-Tarforst mit der Forderung nach einem Verkehrskreisel Kohlenstraße/Gustav-Heinemann-Straße(der TV berichtete). Die Maßnahme sei gut angedacht, aber nicht ganz zu Ende gedacht, befand der Ortsteilchef. Denn: In ein zu forderndes Verkehrskonzept für die gesamte Trierer Höhe gehörte auch ein Filscher Kreisel mit dazu mit positiver Folge bei der Verkehrsbelastung auch für Trier-Irsch.

An der Kreuzung herrschten mitunter "abenteuerliche Zustände", so seine Beobachtungen. Erst vor geraumer Zeit habe sich dort ein folgenschwerer Unfall mit einem Fahrradfahrer ereignet. Wenn die bisherigen Bemühungen von der Verwaltung wegen fehlender Flächen für einen Kreisel verworfen worden seien, dürfe dies nicht das letzte Wort gewesen sein. Möglicherweise ergebe sich durch geänderte Eigentumsverhältnisse am Filscher Haus nun eine bessere Ausgangslage. Auf gar keinen Fall dürfe mit der Verkehrsplanung in der Kohlenstraße ein Schlusspunkt gesetzt werden, sondern die Planung müsse gänzlich durchdacht werden. Auch sei ein Kreisel einer Ampel vorzuziehen. Das sieht der gesamte Ortsbeirat so. Im einstimmigen Beschluss heißt es: "Ein Kreisel wäre die optimale Lösung."

Weiterhin befasst sich der Ortsbeirat mit der an Irsch vorbeiführenden Landesstraße 143 (L 143, Hunsrückstraße). Ab Abzweig Filscher Haus werde eine Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde vorgegeben. In der Gegenrichtung, also von Olewig kommend, seien es hingegen 70 Kilometer pro Stunde. Der Rat ist sich einig: Alleine schon die Einfahrt zum stetig wachsenden Gewerbegebiet gebiete eine Begrenzung auf Tempo 50. Hinzu kommt die Ausfahrt des Löschzugs im Einsatzfall, denn im Gewerbegebiet befindet sich das neue Feuerwehrgerätehaus. Da seien die erlaubten 70 Kilometer pro Stunde viel zu schnell, auch im Hinblick auf den weiter oben gelegenen Höhenfriedhof, wo die L 143 oft von Besuchern überquert werde, hieß es.

Im Rückblick auf die Ratssitzung am 2. November informierte Klupsch, dass er sich mit etlichen Anträgen an die Verwaltung gewandt habe, die allesamt verkehrsrelevante Anliegen beinhalteten. Er habe zwar Antworten bekommen, aber noch keine Hinweise, was die Umsetzung der Anträge betrifft. Nicht nur beim maroden Gehweg in der Mühlenstraße setzt Klupsch ganz auf die städtische "Baukolonne 1" im zeitigen Frühjahr.
Regina Bux (SPD) fragte nach dem Stand der Arbeiten beim Platz Irscher Straße/Georgstraße. Klupsch gab sich zuversichtlich, dass die Maßnahme in diesem Jahr abgeschlossen werde, sonst drohten die Gelder aus dem Ortsbeiratsbudget zu verfallen.Extra

+++ Der Irscher Löschzug braucht vom bewilligten Zuschuss für die Inneneinrichtung des neuen Gerätehauses über 13 586 Euro nur 11 200 Euro. Die nicht benötigten 2386 Euro sollen an den heimischen Sportverein als Energiekostenzuschuss fließen (einstimmiger Beschluss). +++ Hans-Werner Meyer vom städtischen Sozialamt informierte zur derzeitigen Flüchtlingssituation. Neu für Trier-Irsch: Ab Ende Februar sollen in das ehemalige Feuerwehrgerätehaus bis zu zehn Asylbegehrende einziehen. Die baulichen Änderungen seien bereits im Gange. LH