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Auch Trierer Wissenschaftler von Plagiats-Affäre betroffen

Auch Trierer Wissenschaftler von Plagiats-Affäre betroffen

Im Zuge der Copy-and-Paste-Affäre um die Doktorarbeit von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg tauchen immer mehr Stellen auf, an denen der Minister offenbar nicht korrekt zitiert. Auch ein Aufsatz des Trierer Verfassungsrechtlers Gerhard Robbers ist davon betroffen.

(slg) Eine lange Passage des Trierer Verfassungsrechtlers Gerhard Robbers ist in der umstrittenen Doktorarbeit von Verteidigungsminister Karl-Theordor zu Guttenberg fast im Wortlaut übernommen worden. Die Fußnote mit Verweis auf Robbers‘ Text bezieht sich allerdings nur auf einen einzigen Satz. „Ich habe davon auch erst durch die Medien erfahren“, sagt Robbers gegenüber dem Trierischen Volksfreund. „Ich kannte die Arbeit Guttenbergs vorher nicht.“

Robbers‘ Text „Europäische Verfassung und Religion“, der 2003 in einem Sammelband erschien, sei für ihn keine besonders wichtige Arbeit gewesen, „Guttenberg hat mir also nichts geklaut.“

Ob Guttenberg seinen Doktortitel wirklich verdient habe, dass müsse nun die Universität Bayreuth entscheiden. „Im Großen und Ganzen wird in der Wissenschaft korrekt zitiert. Fehler passieren immer wieder. Doch solche Häufungen sind wirklich außergewöhnlich.“