Auf den Spuren des rätselhaften Zitronenkrämers

Die Verbandsgemeinde Schweich und die beteiligten Ortschaften können stolz auf den neuen Premium-Wanderweg sein: Mehr als 130 Wanderer sind zu der offiziellen Eröffnungswanderung gekommen.

 Eine naturbelassene Brücke führt die Teilnehmer der Wanderung trockenen Fußes über den Kauterbach. TV-Foto: Dietmar Scherf

Eine naturbelassene Brücke führt die Teilnehmer der Wanderung trockenen Fußes über den Kauterbach. TV-Foto: Dietmar Scherf

Schleich/Ensch/Pölich/Mehring. Als sich am Samstag mehr als 130 Wanderfreunde an der Schleicher Grillhütte treffen, wissen nur wenige, was sie auf der neuen Extratour Zitronenkrämerkreuz-Wanderung erwartet. Der Premium-Wanderweg ist mit dem deutschen Wandersiegel des Deutschen Wanderinstituts ausgezeichnet worden. Zur Eröffnungswanderung haben die Verbandsgemeinde (VG) Schweich, die Touristinformation der VG und die beteiligten Ortsgemeinden Ensch, Pölich, Schleich und Mehring eingeladen. Bürgermeisterin Christiane Horsch begrüßt die vielen Gäste. "Das Thema Wandern ist wichtig, weil sich die Menschen draußen bewegen. Wandern ist voll im Trend", sagte sie. Ortsbürgermeister Lothar Schätter (Ensch) erläuterte Einzelheiten zur Umsetzung des Wanderweges. 2008 begannen die Planungen in Zusammenarbeit mit dem Mehringer Revierförster Peter Kruse. "Es gilt allen Beteiligten zu danken, die an dieser Maßnahme über Jahre mitgearbeitet haben", stellte Schätter fest. Dann fiel der Startschuss zur Wanderung: Teilweise im bekannten Gänsemarsch ging es auf die Strecke, über Stock und Stein sowie knöcheltiefes raschelndes Laub. Zunächst marschierten die Gäste zu einem Pavillon im Wald und wurden dort mit einem weiten - wenn auch dunstigen - Fernblick auf die Staustufe und Detzem belohnt. Bei der Rast am Martinskreuz oberhalb von Ensch gab es reichlich Gesprächsstoff über die Schönheit der Strecke und den gelungenen Ausbau. Nach dem Genuss von Laugenstangen und erfrischenden Getränken führte der Weg hinunter ins Kautenbachtal. Inzwischen hatten der Leiter der Touristinformation, Sven Thiesen, und der Kreisbeigeordnete Helmut Reis die Führung übernommen. Am kleinen Kautenbach erwartete die Wanderer eine Besonderheit. Ein naturbelassener Steg war aus zwei umgestürzten dicken Bäumen geschaffen worden. So konnten die Teilnehmer trockenen Fußes auf die andere Uferseite gelangen. Mit einem Imbiss endet die Sieben-Kilometer-Wanderung - nur ein Teil der 20 Kilometer langen "Extratour Zitronenkrämerkreuz". disvolksfreund.de/videoExtra

Das Zitronenkrämerkreuz steht seit 200 Jahren am Rand einer alten Handelsstraße in Schleich. Das Wappen auf der Säule zeigt einen Karren mit rückwärts blickenden Vögeln. Dort soll im Jahre 1687 ein Händler, der Zitronenkrämer, von einem seiner Diener ermordet worden sein. Bis heute ist nicht klar, ob es sich bei dem am Moselhöhenweg Ermordeten um den Sohn oder den Vater einer Händlerfamilie handelt. dis

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