Auf den Spuren Peter Friedhofens
Seit zwanzig Jahren leistet die Schönfelder Laienhelferinitiative wertvolle Betreuungsarbeit im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen. Aus Anlass des Jubiläums luden Werner Schmitz und Wolfgang Junker vom Schönfelderhof die ehrenamtlichen Helfer zu einer Fahrt auf den Spuren des Ordensgründers der Barmherzigen Brüder, Peter Friedhofen, ein.
Zemmer. (ae) In diesem Jahr feiert die Schönfelder Laienhelferinitiative ihr zwanzigjähriges Bestehen. In ihr sind engagierte Bürger aus den Orten rings um den vom Orden der Barmherzigen Brüder geführten Schönfelderhof vereint, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich um die dort oder in gemeindenahen Wohngruppen lebenden psychisch erkrankten Menschen kümmern. Mit Besuchen, Gesprächen und gemeinsamen Unternehmungen bauen sie ihnen eine Brücke zum "normalen" Leben, geben ihnen Freundschaft und nicht selten sogar Familienanschluss. All das ohne therapeutische oder pädagogische Ausbildung, dafür aber mit großer persönlicher wie sozialer Kompetenz und menschlichem Mitgefühl. Genau darin sieht der Hausobere des Schönfelderhofes, Werner Schmitz, eine Parallele zum Ordensgründer der Barmherzigen Brüder, Peter Friedhofen: "Er war gelernter Schornsteinfeger und hat dann sein Leben dem Engagement für Kranke gewidmet, also war auch er Laienhelfer." Entsprechend nahe lag der Gedanke, das Jubiläum mit einer Erinnerung an die Laientätigkeit der Barmherzigen Brüder in den Anfängen ihres Wirkens im 19. Jahrhundert zu verknüpfen. Werner Schmitz und Wolfgang Junker, der für die Laienhelferarbeit zuständige Mitarbeiter des Schönfelderhofes, luden deshalb die Ehrenamtlichen zu einer Fahrt nach Koblenz und Maria Laach auf den Spuren Peter Friedhofens ein. In Koblenz wurden sie vom geschäftsführenden Vorstand Bruder Alfons-Maria begrüßt und fachkundig durch die frühere Wirkungsstätte Friedhofens und seiner Mitbrüder sowie die Kapelle in der Florinspfaffengasse in der Altstadt geführt. Anschließend besuchte die Gruppe die Benediktinerabtei Maria Laach. Der Tag endete wie begonnen hatte, mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Schönfelderhofes, der den Laienhelfern noch einmal geistliche Impulse für ihr mitmenschliches Engagement gab.